Sie gehören zu den Erfahrungen, die eine Vielzahl von Menschen in ihrem Leben machen: chronische Rückenschmerzen, welche häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten. Nicht umsonst spricht man von einem Volksleiden. Sei es als Folge eines Unfalls, ausgelöst durch Überforderung, durch chronische Fehlhaltungen oder bedingt durch individuelle Anfälligkeit.

Neben der medizinisch notwendigen Abklärung suchen viele Betroffene nach Hilfen, welche dazu beitragen, Leben und Arbeit erträglicher gestalten. Medizinische oder orthopädische Rückenstützgürtel helfen Frauen, Männern und auch Kindern dabei, ihre Wirbelsäule zu entlasten. Stützende Gürtel für den Rücken werden getragen, um Schmerzen zu lindern, sensible Regionen zu schützen und Verspannungen zu lösen. Davon profitiert auch die Lebensqualität.

Wofür sind Rückenstützgürtel gut?

Doch wie funktioniert ein Rückenstützgürtel eigentlich, wofür sind die Modelle gut? Grundsätzlich zeichnen sich die orthopädischen Gürtel dadurch aus, dass sie wie ein Korsett angelegt werden. Ihre Funktion besteht darin, eine schwache Rückenmuskulatur zu stützen, indem der Mensch in eine aufrechte und somit rückenschonende Haltung geleitet wird.

Idealerweise gelangt die Wirbelsäule beim Tragen eines Rückenstützgürtels in ihre natürliche S-Form, welche das Zusammensinken oder einen nachteiligen Rundrücken unmöglich macht. In einer aufrechten Haltung verringert sich bei alltäglichen, sportlichen oder beruflichen Belastungen der Druck auf sensible Regionen der Wirbelsäule.

Die Kompression der anfälligen Region federt somit Belastungen ab und reduziert Druck. Leistungsschwache Muskeln erfahren ebenfalls eine Entlastung. Man denke exemplarisch an das Tragen schwerer Einkaufstaschen oder das Heben massiver Lasten bei einem Umzug. Aber auch beim professionellen Kraftsport unterstützen spezielle Gewichthebergürtel das fordernde Training, sie dienen Sportlern als Fitness-Gurt.

Rückenstützgürtel unterstützten eine gesunde Körperhaltung. Praktisch stabilisieren und entlasten die Produkte die geschwächte Rückenmuskulatur – und infolgedessen die Lendenwirbel. Sie dienen der Haltungskorrektur, fungieren als Rückenstabilisator, Lendenwirbelstütze und als schützender Rückenbandagestützgürtel. Orthopädische Rückenbandagen tragen anteilig zu einer aufrechten Haltung bei.

Rückenbandage – Prävention und Intervention durch Kompression

Es lassen sich verschiedene Anwendungen differenzieren. Sie zielen darauf ab, durch die Kompression das Wohlbefinden spürbar zu fördern, Belastungen rechtzeitig abzufangen, Druckempfinden zu mindern und/oder die Heilung nach einem medizinischen Eingriff zu begleiten.

➔ Verspannungen im Rücken
➔ Schmerzen im Rücken
➔ Druckentlastung nach Operationen

Folglich findet der Einsatz der Gürtel im Rahmen von Prävention und Intervention statt.

  • Prävention
    Rückenstützgürtel helfen Menschen, die erste Probleme im Rücken verspüren. Etwa dann, wenn sie beruflich hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, sich oft bücken müssen oder lange Zeit im Stehen verbringen. In solchen Situationen dienen hochwertige, unterstützende Geradehalter und Rückenbandagen der Vorbeugung von Rückenschmerzen. Sie helfen, Belastungen im Beruf frühzeitig abzufangen.
  • Intervention/Erholung/Rehabilitation
    Wer sich einer Operation unterzogen hat, eine Physiotherapie absolviert oder Medikamente gegen Rückenschmerzen nimmt, profitiert von einer stützender Rückenbandage ebenfalls. Selbstverständlich sollte dabei das Tragen mit dem jeweiligen Arzt abgesprochen werden. Auf dem Markt sind unterschiedliche Rückenstützgürtel erhältlich, deren Eigenschaften und Funktionen jeweils auf bestimmte Problemstellungen abgestimmt sind. Bereite erkrankte Menschen können die Modelle somit im Prozess der Erholung und Rehabilitation nutzen. Als exemplarische Beispiele seien hier der Hexenschuss, Muskelschwäche, das Lendenwirbelsyndrom, der Bandscheibenvorfall, chronische Verspannungen, Schmerzempfinden am Ischias, Überbelastungsschmerzen oder Wirbelfrakturen durch Osteoporose aufgeführt.

Ratgeber: Rückenstützgürtel kaufen

Was ist beim Kauf eines Rückenstützgürtels* zu beachten? Erhältlich sind Rückenstützgürtel in Apotheken, im regulären Handel, in Sanitätshäusern sowie in Online-Shops und auf den gängigen Online-Plattformen. Dabei ist es für potenzielle Käufer wichtig, dass sie ein Angebot favorisieren, welches zu ihren speziellen Problemen passt.

  1. Größe/Taillengröße/Bauchumfang/Unterbrustumfang
    Maße und Größe entscheiden darüber, ob das Angebot richtig sitzt. Nur dann hilft ein orthopädischer Rückenstützgürtel den Betroffenen im Leben weiter. Fällt der Rückenstützgürtel zu groß aus, dann erreicht der Helfer nicht die angestrebte Stütz- oder Kompressionswirkung. Ist die Rückenbandage hingegen zu klein, dann beengt sie den Menschen. Sie verursacht unangenehmen Druck und schnürt die Haut ein. Damit bewirkt das Modell womöglich eine Verschlechterung der vorhandenen Beschwerden. Zudem grenzen sehr kleine Bandagen den Bewegungsspielraum ein. Die richtige Größe einer medizinischen Rückenbandage hängt von den individuellen Körpermaßen ab. Meist ist der Taillenumfang entscheidend: Man ermittelt den Wert mit unbekleidetem Oberkörper an der dünnsten Stelle zwischen der letzten Rippe und dem Bauchnabel. Weil eingenommene Mahlzeiten das Ergebnis natürlich beeinflussen, ist es ratsam, die Messung der Taille vor der ersten Mahlzeit durchzuführen. Achten Sie beim Kauf eines Rückenstützgürtels stets auf die Mindest- und Maximalgröße des Taillenumfangs. Einige Hersteller geben ihre Größen hingegen in Abhängigkeit vom Bauchumfang oder vom Unterbrustumfang an, weil ihr Produkt in genau diesen Körperregionen angelegt wird. Beispielsweise Geradehalter, sie werden am Oberkörper platziert.
  2. Typ/Variante
    Der Markt bietet derzeit Lösungen für die Regionen Schulter, Nacken, unterer Rücken (Lendenwirbelsäule) und Hüftbereich. In den Beschreibungen vermitteln seriöse Anbieter stets den genauen Nutzen und den Anwendungsbereich ihres Rückenstützgürtels. Die jeweilige Problematik, die Lokalisation des Schmerzes, entscheidet, welcher Typ dem Menschen wirklich hilft.
  3. Stützintensität/Ausführung
    Wie deutlich der Stützfunktion ausfällt, geben die meisten Marken mit den Bezeichnungen standard, stark, oder extra stark an. Während die Standard-Ausführung für leichte Rückenschmerzen gedacht ist, fordern gravierende Schmerzen die Varianten stark oder extra stark ein. Extra starke Rückenstützgürtel verfügen zum Beispiel über mehrere Längsstützen und ein Stützkreuz im Zentrum. Dadurch bieten sie eine sehr gute Stützqualität bei besonders belastenden Anforderungen in Beruf und Haushalt. Einige Angebote erlauben dem Träger, die jeweilige Kompression einzustellen, sodass dieser den Stärkegrad individuell justieren kann.
  4. Zusätzliche Funktionen
    Komfortable Gürtelbandagen bieten wohlige Funktionen wie Massage oder extra Wärme. Ihr Effekt geht über die Entlastung des Rückens und die Realisierung einer aufrechten Haltung hinaus.
  5. Dehnfähiges Material
    Dehnfähige Stoffe stellen sicher, das ein Rückenstützgürtel zwar stramm am Körper sitzt, dabei aber nicht die Bewegungen des Menschen einengt. Hochwertige Modelle einen Flexibilität mit der angestrebten Protektion, ihr Material weist die Eigenschaften hautfreundlich, elastisch und atmungsaktiv auf.
  6. Design/Kompatibilität mit Kleidung
    Meist werden die Helfer für eine bessere Haltung unter der Kleidung getragen, indem sie über der schmerzenden Körperregion anliegen. Einige Menschen legen Wert darauf, dass der orthopädische Stützgürtel dabei nicht zu sehr auffällt. Die Bezeichnung Seamless trägt diesem ästhetischen Aspekt Rechnung: Die Produkte kommen mit wenigen Nähten aus, verfügen über eine anatomische Passform und zeichnen sich unter enger Kleidung nicht ab. Dadurch wird es möglich, auch figurbetonte Kleider, Shirts oder Pullover über der medizinischen Rückenbandage zu tragen. Vergleichen Sie daher Design, Material, Elastizität und die Anzahl der Nähte.
  7. Verschluss
    Je leichter die Bedienung, umso besser. Rückenstabilisatoren mit Klettverschluss lassen sich mit einfachen Handgriffen genau anlegen und auch wieder ausziehen. Sie bieten eine optimale Passform und vermitteln eine schlanke Silhouette.
  8. Pflege/Hygiene
    Die Reinigung sollte regelmäßig geschehen, da viele Modelle über der Unterwäsche, aber eben unter der Kleidung und somit auf dem Körper getragen werden. Schnell reichern sich Hautschuppen und Schweiß an. Mehrheitlich lassen sich die Rückenstützgürtel bei 30 Grad Celsius maschinell reinigen. Achten Sie diesbezüglich aber stets auf die Hinweise der Hersteller.

 

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Anwendungen – für wen eignen sich Rückenstabilisatoren?

Haltgebende Rückenstabilisatoren für den Rücken finden sowohl privat als auch im Beruf Verwendung. Zum Beispiel dann, wenn Rückenschmerzen aus einer falschen Körperhaltung resultieren. Entgegen der Intuition stellt aber nicht nur ein körperlich anstrengender Beruf ein physisches Risiko dar, einige Anforderungen im privaten Rahmen sind ebenfalls zu beachten.

Arbeitsschutz – Rückenstützgürtel & Geradehalter am Arbeitsplatz

Bild: Bauarbeiter mit Wsste und Gürtel

Arbeitsschutz ist wichtig: Physisch anspruchsvolle Tätigkeiten auf dem Bau fordern besonderen Schutz der dort tätigen Menschen ein.

Viele Menschen mit Rückenbeschwerden oder -leiden arbeiten in Berufsfeldern, welche sich durch starke körperliche Belastungen auszeichnen. Stabilisierende Rückenstützgürtel können daher als Element im Arbeitsschutz von Bedeutung sein. Zu nennen sind:

  • Industrie
  • Handwerk
  • Bau
  • Pflegeberufe

Diese Auflistung sollte allerdings mit dem Hinweis auf eine Tätigkeit ergänzt werden, die auf den ersten Blick überraschen mag: EDV- und Büroarbeit. Sie kennzeichnet sich, im Gegensatz zu physisch ambitionierten Berufen, nicht durch besondere körperliche Herausforderungen, sondern durch Monotonie und Bewegungsmangel.

Doch auch das Fehlen körperlicher Aktivität ist ein Risiko: Verkrampftes, bewegungsarmes Sitzen führt über Jahre in einigen Fällen dazu, dass Rücken, Lendenwirbelsäule, Schultern und Nacken einseitig, und dadurch negativ, be-, ja sogar überlastet werden. Der Druck wirkt dabei punktuell und andauernd auf einen Körper, der zu wenig bewegt wird. Infolgedessen weist er zu wenig belastbare stützende Muskulatur auf.

Rückenprobleme und Verspannungen treten daher auch im Büro und Home-Office auf, üben Leidensdruck aus. Wenn man konsequent über die Vorteile eines Rückenstützgürtels am Arbeitsplatz spricht, dann ergibt das Tragen im Büro durchaus Sinn.

Allerdings nur, wenn die Betroffenen zumindest zeitweilig im Stehen arbeiten und dem dauerhaften Sitzen bereits abgeschworen haben. Haltungs-, Schulter- und Rückenproblemen im Sitzen begegnet man hingegen besser mit der verwandten Sparte der Geradehalter, weil diese Schultern und Nacken in Position bringen – auch im Sitzen.

Rückenstützgürtel bei der Haus- und Gartenarbeit

Bild: Rasenmäher im Garten

Zahlreiche Gartenarbeiten belasten das menschliche Muskel-Skelett-System deutlich. Lendenstützgürtel können daher privat von Nutzen sein und dabei helfen, Belastungen abzufangen.

Eine starke, stützende Rückenbandage kommt auch privat zum Einsatz. Entweder bei der Hausarbeit oder bei der körperlich sehr fordernden Gartenarbeit. In Bezug auf die Belastung des Muskel-Skelett-Systems werden diese Aufgaben gerne unterschätzt. Wer zum Beispiel Unkraut jätet oder die Erde umgraben muss, fordert Rücken und Schulter über die Dauer der Tätigkeit deutlich heraus.

Extra starke Rückenstützgürtel sind daher im Garten effektive Helfer: Längsstützen und zentrales Stützkreuz fangen die anfallenden Belastungen anteilig ab, indem sie die Muskeln unterstützen und die Wirbel mit angemessenem Gegendruck in ihrer natürlichen Position halten. Hierbei ist darauf zu verweisen, dass starke Rückenstützgürtel für die Haus- und Gartenarbeit fast immer über der Kleidung getragen werden.

Rückenstützgürtel für Männer und Frauen

Das Angebot für Hausarbeit und Beruf ist umfangreich. Die Gürtel zum Rückenschutz sind in unterschiedlichen Größen (S, M, X, XL, XXL) erhältlich. Somit finden sich Modelle für große und kleine Menschen, für leichte, normalgewichtige und schwere Individuen.

Fast alle Angebote sind Unisex-Modelle und somit für Frauen und Männer geeignet. Im Rahmen des Marketings fällt allerdings bisweilen ins Auge, dass einige Gürtel eher mit männlichen, andere mit weiblichen Werbefiguren präsentiert werden.

Der kommerzielle Kontext vermittelt somit, ob die jeweiligen Rückenstützgürtel sich eher an Damen oder Herren wenden. Ihre Funktionalität hingegen erlaubt den breiten, geschlechtsunabhängigen Einsatz.

Typen & Varianten

  • Orthopädische Rückenstützgürtel – etwa verstärkt mit Längsstützen und Stützkreuz – korrigieren die Haltung besonders effektiv. Sie zählen zu den extra starken Rückenstützen.
  • Rückenbandagen* umschließen Hüfte und Taille, weisen aber keine weiteren Träger oder Gurte auf. Sie fördern durch die korrekte Haltung einen gesunden Rücken.
  • Bauch- und Rückenstützgürtel stützen den gesamten mittleren Körperbereich. Ihr Einsatz ergibt dann Sinn, wenn die Muskelschwäche nicht nur den unteren Rücken, sondern ebenfalls die Bauchmuskulatur betrifft. Verletzungen können die Körpermitte ebenfalls schwächen.
  • Leibgürtel mit Magneten sollen einen zusätzlichen Effekt für mehr Wohlbefinden generieren, sind aber nicht als Ersatz für ärztlich verschriebene Behandlungen gedacht. Beim Tragen magnetischer Rückenstützgürtel sollte berücksichtigt werden, dass diese Produkte nicht für Schwangere, Kinder oder Menschen mit Herzschrittmacher geeignet sind. Zudem dürfen die in der Bandage integrierten Magneten nicht mit Kreditkarten in Berührung kommen.
  • Postoperative Bandagen werden mit dem Ziel getragen, die Wundheilung durch Entlastung der operierten Region zu verbessern. Der Einsatz medizinischer Bandagen sollte selbstverständlich ärztlich abgeklärt sein.
  • Stützgürtel mit Lendenwirbelstabilisator eignen sich für Verspannungen und Schmerzen, die im Bereich der Lendenwirbelsäule lokalisiert sind.
  • Rückenstützbandagen mit Wärmefunktion zielen eher auf unangenehmes Kälteempfinden ab. Sie streben zudem an, durch die angenehme Wärme Schmerzen zu lindern und die Durchblutung anzuregen. Sogenannte thermodynamische Rückenstützgürtel sind beispielsweise bei Verspannungen im Bereich von Schulter und Nacken bewährt.
  • Extra starke Rückenstützgürtel fangen höhere Belastungen ab, wie sie etwa im Bau oder bei der Gartenarbeit auftreten.
  • Rückenstützgürtel im Doppelgürtel-Design verfügen über doppellagige Zuggurte. Diese steigern den Stützeffekt und sorgen für noch mehr Stabilität.
  • Rückenstützbänder fungieren als besonders schmale und unauffällige Ausführung. Sie können bei anfänglichen Rückenbeschwerden helfen.
  • Nierenwärmer mit Stützfunktion sind ein Kombinationsprodukt: Als Stützgurt wärmen sie die Nieren und fördern gleichzeitig eine bessere Haltung.
  • Rücken-Korrektoren dienen der kurzfristigen Unterstützung der Körperhaltung und verfügen über verstellbare Träger. Allerdings ist der Einsatz nur vorübergehend zu empfehlen – nicht dauerhaft.
  • Geradehalter* für eine umfassende Haltungskorrektur werden am Oberkörper angelegt. Ihre Verwendung erfolgt bei Nacken-, Schulter- & Rückenschmerzen. Neben einer geraden Haltung fordert diese Variante eine anatomisch vorteilhafte Schulterposition ein.
  • Gartenstützgürtel nennen ihren Zweck bereits im Namen. Sie werden über der Kleidung getragen und unterstützen die Rückenmuskulatur bei schwerem Heben. Extra Zugbänder verstärken die Stützkraft, während die integrierten Hosenträger einen guten Sitz ermöglichen. Einige Modelle verfügen sogar sogar extra Werkzeugschlaufen.

Auf dem Markt zeigt sich, dass bei diversen Angeboten meist mehrere der gelisteten Typen und Eigenschaften in der Beschreibung genannt werden. Die Kategorien sind daher nicht immer disjunktiv und präzise, helfen aber dabei, den funktionalen Anspruch der unterstützenden Bandagen zu verdeutlichen. Die Liste erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll das breite Spektrum an Produkten andeuten.

Vorteile & Wirkung

  1. Aufrichtung der Körperhaltung.
  2. Vorbeugung von Rückenschmerzen und Verspannungen, welche durch eine geschwächte Muskulatur entstehen können.
  3. Rückenbandagen sorgen für Druckentlastung bei vorhandene Rücken- und Lendenwirbelsäulenproblemen, z. B. bei Bandscheibenbeschwerden.
  4. Stützende Rückengürtel dienen Korrektur von Fehlhaltungen.
  5. Schonung sensibler Körperregionen nach einer Operation oder bei der Einnahme von Medikamenten.
  6. Protektion der Lendenwirbel durch Gegendruck (Kompression) vor Überlastung oder Verletzung.
  7. Allgemein: Schutz bei körperlichen Anforderungen in Beruf, Sport sowie bei Haus- und Gartenarbeit.

Orthopädischer Rückenstützgürtel

Die Verwendung des Begriffs orthopädischer Rückenstützgürtel zeichnet sich durch seinen Pragmatismus aus: Einerseits bezeichnen die Begrifflichkeiten konkrete Produkte, welche beispielsweise durch Längsstützen und Stützkreuz oder durch einen Doppelgurt die Haltung besonders effektiv korrigieren.

Andererseits trifft der Ausdruck orthopädisch auf fast alle stützenden Bandagen und Gürtel zu, welche eine aufrechte Haltung fördern. Die Bezeichnung orthopädischer Rückenstützgürtel dient somit als Produktbeschreibung sowie als Benennung einer Sparte – die Bezeichnung fungiert dann als Oberbegriff.

Das Nomen Orthopädie bedeutet – übersetzt aus dem Griechischen – die Lehre vom aufrechten Kind. Orthopäden behandeln Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, orthopädische Rückenstützgürtel kommen – idealerweise ärztlich indiziert – bei derartigen Symptomatiken im Bereich des Rückens zum Einsatz und können lindernd wirken.

Wer sich erstmalig mit dieser Thematik beschäftigt, sollte sich davon nicht zu sehr irritieren lassen. Mitunter werden die Helfer auch als medizinische Rückenstützgürtel bezeichnet. Das klingt natürlich im Rahmen der Werbung vielversprechend, sollte aber nicht die Assoziation auslösen, dass die Stützbandagen sämtliche Rückenprobleme alleine lösen können.

Dafür ist medizinische Expertise von Ärzten gefragt. Dass die Schonung und Entlastung beeinträchtigter Lendenwirbel und verspannter Rückenmuskulatur medizinisch vorteilhaft sein kann, steht allerdings auch außer Frage.

Stützgürtel/Rückenbandage zur Haltungskorrektur

Medizinische Rückenstabilisatoren können präventiv oder bei bereits manifesten Symptomen im Bereich von Nacken, Schulter und vor allem Rücken Linderung verschaffen. Meist eng am Körper getragen, leiten die Rückenstützgürtel den Menschen eine aufrechte Haltung. Gleichzeitig erzeugen sie einen angenehmen Gegendruck bei Belastung, welcher den Rücken vor Überforderung bewahrt. Durch die Haltungskorrektur während der Arbeit oder im Haushalt können Verletzungen vermieden und Verspannungen gelockert werden.