Das richtige Leuchtkonzept markiert einen entscheidenden Faktor bei der konzentrierten Arbeit im Homeoffice, im Büro oder im Betrieb. Eine ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung erleichtert dabei den Sehprozess und somit das Verarbeiten visueller Informationen.

Das Licht am Arbeitsplatz sollte sich den emotionalen und biologischen Bedürfnisse des Menschen anpassen. Wahrnehmung, Wohlbefinden und die wachhaltende Wirkung gehören thematisch zusammen. Natürlich spielt das Thema der Energieeffizienz der richtigen Leuchtmittel am Arbeitsplatz eine bedeutsame Rolle.

Idealerweise kommen verschiedene (LED-) Lampe sowie Leuchtmittel mit der richtigen Farbtemperatur und in Ergänzung zum Sonnenlicht zum Einsatz. Der Artikel informiert schrittweise darüber, wie der Schreibtisch, die Schreibtischumgebung und der Büroraum im Ganzen am besten beleuchtet werden. Denn nur ein korrekt eingestelltes Arbeitslicht bewirkt eine höhere Leistungsfähigkeit und mehr Arbeitszufriedenheit.

Licht am Arbeitsplatz – die ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung

Angestellte und Selbstständige im klassischen Arbeitsalltag sitzen bis zu 90 Prozent des Tages vor dem PC. Eine Belastung für Augen, Rücken und allgemeines Wohlbefinden gleichermaßen. Diese Belastungen können durch eine ergonomische Planung der Bürobeleuchtung reduziert werden.

Richtig beleuchtet heißt zunächst, dass die Tätigkeit durch eine abgestimmte und insgesamt gleichmäßige Lichtverteilung erleichtert wird: Eine Arbeitsstelle darf weder einen zu dunklen, noch einen zu grellen Charakter aufweisen, da sonst Irritationen auftreten und die Leistung absinkt.

Gar kein Tageslicht ruft bei sensiblen Gemütern in vielen Fällen ein Gefühl der Isolation hervor. Somit ist der Sichtkontakt nach und das Tageslicht von draußen gleichsam auf psychologischer Ebene bedeutsam.

Die bestmögliche Beleuchtung am Arbeitsplatz stellt ein gesunder Mix aus Tageslicht, indirekter und direkter Beleuchtung sowie einer Arbeitsplatzleuchte sicher

Es gilt somit, die richtige Lampenart, die optimale Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke für die Arbeitsplatzbeleuchtung zu wählen. Zudem soll das künstliche Licht in Form eines hohen Blauwerts in seinen Eigenschaften dem natürlichen Licht möglichst nahe kommen. Dann bleiben die Menschen wach und leistungsfähig.

Ziele der ergonomischen Beleuchtung an Arbeitsplätzen:

⇒ Sinnvolle Integration des Tageslichts in die Allgemeinbeleuchtung
⇒ Harmonische Helligkeitsverteilung mit weichen Kontrasten und wenig Schattenbildung
⇒ Die gesunde Balance zwischen direkter und indirekter Beleuchtung sicherstellen
⇒ Situative und individuelle Anpassung der Beleuchtung vor Ort, um bedarfsgerechtes Licht zu ermöglichen

Hinweis zum letzten Punkt: Die richtige Beleuchtungsstärke hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab (Beispiele: Büroarbeit, Feinmechanik). Daher ist es nötig, dass sich Helligkeit, Einfallwinkel und der Mix aus direkten und indirekten Lichtquellen an den Arbeitsinhalten orientieren. Der vor Ort tätige Mensch sollte dabei immer die Option haben, Feinjustierungen des Lichtes vorzunehmen.

Licht am Schreibtisch mit LED-Lampen

Moderne LED-Schreibtischleuchten sind nach dem Aus der Glühlampe die optimale Lösung, um einen Schreib- und Arbeitstisch direkt zu beleuchten. Ihre Funktion besteht darin, selektiv und auf den Punkt genau die Beleuchtung zu verstärken – und zwar so, wie der Anwender es haben will.

Worauf ist zu achten? Als sehr geeignet gelten LED-Schreibtischleuchten*, die einen hohen Anteil des aktivierenden Lichts mit Blauwert aufweisen und per Touchpad-Auswahl mehrere Lichtmodi anbieten. Leichte & bewegliche Modelle mit Gelenkarmen lassen sich besser in die benötigte Position drehen. Sie gelten als primäre Wahl, um einen Schreibtisch anzustrahlen. Tätigkeiten, die intensive Konzentration erfordern, profitieren von einem perfekten “Spotlight”.

Gute Angebote bieten dem Besitzer eine Auswahl an: Er kann stufenweise entscheiden, welche Farbtemperatur und welche Helligkeitsstufe zum Einsatz kommen soll

Durch die Möglichkeit der individuellen Justierung rücken potenzielle Ablenkungsfaktoren durch Blendung oder unzureichende Ausleuchtung in den Hintergrund. Gute Schreibtischlampen rücken den Fokus auf die zu bearbeitende Aufgabe und gelten allgemein als langlebig und zuverlässig. Ein Austausch des Leuchtmittels kommt vergleichsweise selten vor.

Zu bedenken ist gleichzeitig der Kostenfaktor: Hochwertige Exemplare schonen bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes den Geldbeutel, weil sie viel weniger Energie fressen als etwa Neonröhren.

LED-Stehlampen

Stehleuchten bzw. Stehlampen sind schlichtweg die größere Version der hellen Schreibtischlampen. Sie werden nicht auf dem Schreibtisch, sondern auf dem Boden platziert und beleuchten eine etwas größere Fläche. Stehlampenn ergänzen oder ersetzen den kleineren Schreibtischlampen-Spot, je nach Wunsch des Anwenders.

Die Standleuchten strahlen den Arbeitsplatz im Büro oder zu Hause an und werden in der Nähe der Arbeitsfläche platziert. Idealerweise lassen sie sich leicht umstellen und damit nach dem Wunsch des Anwenders positionieren. Als optimal gilt, wenn LED-Stehlampen Licht nach oben und unten abstrahlen. Dies vermeidet das Phänomen der sogenannten Inselbeleuchtung.

Wichtige Eigenschaften von LED-Stehleuchten in Kurzform:

  1. Serienmäßige Dimmung
  2. Direkte und indirekte Lichtabgabe möglich
  3. Ein elektronisches Vorschaltgerät sorgt für flackerfreies Licht
  4. 2D-Gelenkarme ermöglichen die beste Position in Hinblick auf die Bedürfnisse des Nutzers
  5. Ein Sockel für energiesparende Leuchtmittel sollte vorhanden sein

Bestseller & Empfehlungen – Stehlampen für den Arbeitsplatz

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Die Fläche des Arbeitsplatzes beachten – Insellösungen vermeiden

Mit der richtigen Beleuchtung des Schreibtisches ist ein wichtiger Schritt getan. Wird aber nur der Schreibtisch beleuchtet und der Kontext vernachlässigt, dann spricht man von einer Insellösung. Im Sinne der Betroffenen sollte man solche Situationen zu vermeiden.

Eine gleichmäßige und gute Allgemeinbeleuchtung durch Deckenleuchten oder Pendelleuchten sorgt für den nötigen Ausgleich. Dabei spielt die Größe des Büros oder des Arbeitsplatzes im Allgemeinen eine wichtige Rolle. Sie beeinflusst, wie das ideale Licht im Job konkret realisiert wird.

Je nach Anzahl der Quadratmeter sind unterschiedliche Produktgruppen anzuraten, um die bestmögliche Lichtversorgung sicherzustellen.

Größerer Büroraum

Die zu beleuchtende Fläche hat einen großen Einfluss darauf, welches Lichtkonzept Sinn macht und welcher Typ von Lampen eingesetzt werden sollte

Pendelleuchten sowie Hänge- und Seilsysteme für kleinere Arbeitszimmer

» Pendelleuchten sowie Schienen- und Seilsysteme für die Be- und Ausleuchtung sind für kleine Arbeitszimmer die beste Wahl. Sie verfügen über mehrere Leuchtenköpfe. Deren Position auf dem Trägersystem und die individuelle Ausrichtung lässt sich einstellen und nach Bedarf anpassen.

Somit ermöglichen Pendelleuchten eine nach individuellen Bedürfnissen anpassbare Ausleuchtung und können gezielt auf bestimmte Spots eingestellt werden.

Licht in größeren Büroräumen – die Deckenleuchte mit Spiegelraster

» Mit professionellen Deckenleuchten erreicht man im Büro ähnlich Effekte wie mit leistungsstarken Stehleuchten. Die Ausleuchtung des Arbeitsplatzes und seines Nahraums gelingt hier ebenfalls mit einer Kombination aus direktem und indirektem Licht. Genau dieser “Mix” garantiert die gleichmäßige, blendungsfreie und somit angenehme Beleuchtungsstärke.

Obacht bei sehr hohen Decken, denn größere und höhere Büroräume benötigen speziell zugeschnittene Lösungen: Deckenleuchten mit Spiegelrastern verteilen das Licht einerseits nach unten und leuchten gleichzeitig mittels Spiegellamellen den gesamten Raum aus. Sie gelten als Ideallösung für größere Büros.

Moderne Lösungen garantieren flackerfreies Licht durch ein elektronisches Vorschaltgerät. Ein bedeutsamer Aspekt, denn selbst kaum bemerkbares Flackern stresst die Nutzer. Mitunter werden die Unregelmäßigkeiten gar nicht wahrgenommen, sie zeigen sich vielmehr indirekt in Form von Fahrigkeit, reduzierter Konzentration und Kopfschmerzen

Es lohnt sich daher immer, bei der gesamten Beleuchtung am Arbeitsplatz in Qualität zu investieren.

Links zu Angeboten: Raumbeleuchtung und Leuchtmittel

Im Folgenden finden Sie passende Links zu den eben behandelten Aspekten und Produkten. Diese leisten ihren Beitrag zu einer ergonomisch richtigen Bürobeleuchtung.

Mix aus natürlichem und künstlichen Licht am Arbeitsplatz

Wie sieht die perfekte Beleuchtung am Arbeitsplatz konkret aus? Idealerweise ist der Büroraum vom Tageslicht durchflutet, aber das ist in optimaler Form selten gegeben. Zudem variiert die Qualität und Intensität des natürlichen Lichts nach Jahreszeit, Tageszeit, geographischer Lage und Witterung.

Das Licht eine Büros sollte sowohl indirekt zur Decke als auch direkt nach unten als Umgebungsbeleuchtung gleichmäßig ausstrahlen. Bei der Planung der Arbeitsplatzbeleuchtung geht es immer darum, das Licht augenfreundlich und leistungsfördernd einzusetzen.

Viel Sonnenlicht im heimischen Büro

Ideal: das heimische Arbeitszimmer wird durch ein großes Fenster mit viel natürlichem Sonnenlicht versorgt, der Schreibtisch ist dabei seitlich angeordnet

Grundwissen, Konzepte und Begriffe

Im Folgenden geht um wichtige Begriffe, die im Rahmen moderner Lichtkonzepte am Arbeitsplatz von Bedeutung sind. Dazu treten Informationen über die optimale Lichtplanung im Büro.

Farbtemperatur & Lichtfarbe – was ist das?

Unser Tageslicht ist nicht anderes als der sichtbare Teil der Sonnenstrahlung. Die Lichtfarbe, auch Farbtemperatur genannt, wird in Kelvin angegeben. Käufer eines Leuchtmittels können die Lichtfarbe von der Verpackung ablesen:

Warmweiß: unter 3.300 Kelvin
Neutralweiß: 3.300 bis 5.300 Kelvin
Tageslichtweiß: über 5.300 Kelvin

Sichtbares Licht bewegt sich im Frequenzbereich von 780nm bis 380nm. Wobei kurzwelliges Licht mit 380 nm als Blau-Violett und langwelliges Licht mit 780 nm als Rot empfunden wird.

  • Rot: 700 nm
  • Gelb: 590 nm
  • Grün: 540 nm
  • Cyan: 510 nm
  • Blau: 470 nm
Abbildung: Ein Regenbogen auf der Autobahn

Die Spektralfarben werden bei einem Regenbogen sichtbar, ebenso bei einem Prisma

Morgenlicht weist einen hohen Anteil kurzwelliger Blauanteile im Spektrum auf. Es besitzt einen eher bläulichen Charakter und wird allgemein als kühles Licht wahrgenommen. Für Menschen besitzt diese Art der Strahlung einen anregenden und munter machenden Charakter.

Je höher der Anteil langwelliger Spektralfarben im Licht einer Lampe, desto wärmer wirkt das Licht. Dieses Phänomen ist auch beim Sonnenlicht zu beobachten: Das Abendlicht weist mehrere langwellige Anteile auf, dadurch entsteht sein rötlicher, warmer Ton. Dieser leitet gleichzeitig die menschliche Ruhephase ein. Das Licht beeinflusst daher den menschlichen Biorhythmus deutlich.

Professionelle Leuchtmittel und Bürolampen nutzen die beschriebene Effekte. Sie setzen auf jenes Spektrum, welches die Menschen wach hält.

Hinweis: Neutralweiße Beleuchtungen ab ca. 4000 Kelvin eignen sich sehr gut direkt am Bildschirmarbeitsplatz. Die Beleuchtung des Gesamtraums ist, abhängig vom Lampenmodell, ab ca. 3000 Kelvin gewährleistet. Es gilt: Um so höher die Lichtfarbe in Kelvin, desto aktiver der biologische Rhythmus.

Der Farbwiedergabeindex Ra

In den Beschreibungen der erhältlichen Produkte taucht der Begriff Ra ab und zu auf. Die Einordnung beschreibt die Qualität der Farbwiedergabe von Leuchtmitteln in einer Lichtquelle. Der Index hängt basiert also auf der Lichtfarbe und der Lampenart (Leuchtstoffröhre, LED oder Glühlampe).

Der Büroarbeitsplatz fordert einen Ra-Index von mindestens 80 (besser:90) ein. Die Lichtfarbe des Leuchtmittels bestimmt, wie oben beschrieben, das biologisch aktivierenden Potenzial des Lichts. Empfehlenswert sind Lichtfarben in “Neutralweiß” bzw. “Tageslichtweiß” (4000 bzw. 6000 Kelvin).

Leuchtmittel in “Neutralweiß” und “Tageslichtweiß” kommen der Qualität des natürlichen Lichts am nächsten. Leisten können dies viele Leuchtstoffröhren sowie LED- und OLED-Leuchten. Sie sollten einen Farbwiedergabeindex von mindestens 90 Ra aufweisen

Beleuchtungsstärke mit einem Luxmeter messen

Immer wieder wird nach Richtlinien in Hinblick auf die empfehlenswerte Stärke der Beleuchtung am Arbeitsort gefragt. Bei der Orientierung helfen die unten genannten Werte.

Ebenso interessiert viele Selbstständige und Angestellte, wie sie die aktuelle Stärke der Beleuchtung an ihrem Arbeitsplatz zuverlässig messen können. Dafür existiert eine Lösung: In Räumen kann die Beleuchtungsstärke ganz einfach mit einem Luxmeter* gemessen werden.

Daher ist die individuelle Sehleistung immer von der Beleuchtungsstärke abhängig. Weiterführende Erklärungen zur verwendeten Einheit Lux gibt dieser Artikel.

  • Verkehrswege (z.B. Flure): 100 Lux
  • Mindestbeleuchtungsstärke im Büro bzw. Beleuchtungsstärke für einen Arbeitsplatz in Fensternähe: 300 Lux
  • Büroarbeitsplatz mit einem Bildschirm: 500 Lux
  • Büroarbeitsplatz für anspruchsvollere Aufgaben: über 500 Lux
  • Ein gut ausgeleuchtetes Großraumbüro: 750 Lux
  • Feine und anspruchsvolle manuelle Tätigkeiten wie etwa Technisches Zeichnen oder die Montage feinster elektronischer Teile: 1000-2000 Lux
  • Allgemeiner Hinweis: Arbeitsplätze, an denen komplexe und filigrane Tätigkeiten durchgeführt werden, benötigen eine höhere Helligkeitsstufe. So fordert ein Operationsfeld bis zu 100.000 Lux ein

Dazu treten persönliche Vorlieben und biologische Prozesse. Beispielsweise die Änderung der Sehschärfe im Alter. Am Sehorgan eingeschränkte oder ältere Mitarbeiter benötigen generell einen höheren Lux-Wert (zwischen 750 – 1500 Lux), um die vorhandenen Defizite teilweise auszugleichen.

Die Beleuchtungsstärke (Kurzzeichen: E) wird in der Maßeinheit Lux angegeben. Sie beeinflusst, wie schnell, wie sicher und wie leicht eine Sehaufgabe von den Augen gemeistert wird

Die richtige Position der Lichtquelle im Büro

Nicht nur Stärke des Lichtes am Arbeitsplatz ist relevant, auch der Einfallswinkel muss stimmen, damit die Nutzer bestmöglich tätig sein können.

  1. Der Arbeitsplatz sollte parallel zur Fensterfront platziert sein, um direkte Blendung zu vermeiden
  2. Generell Lichtquellen seitlich zum Arbeitsplatz anordnen
  3. Die Bürobeleuchtung sollte freundlich-helle, aber nicht grell-blendende Farbtöne hervorrufen, dieser Punkt ist etwa bei Wänden, den Möbel oder auf dem Boden gut zu sehen
  4. Nutzer sollten mit einfachen Griffen schnell Einfluss auf die Position von Schreibtisch- und Stehlampen nehmen können, um diese bestmöglich anzuordnen
Grafik: ein seitlich beleuchteter Büroschreibtisch

Eine helle Lampe erfüllt dann ihren Zweck, wenn sie richtig positioniert ist

Was versteht man unter Lichtmanagement?

Das Schlagwort Lichtmanagement fällt häufig, wenn es um die intelligente Lichtsteuerung im Innen- und Außenbereich geht. Es ist mit den Eigenschaften bedarfsgerecht, ergonomisch, komfortabel und energiesparend verbunden und stellt gleichzeitig das Wohlbefinden der Menschen sicher.

Modernes Lichtmanagement erfüllt mehrere Anforderungen:

  • Das richtige Licht steht zum gewählten Zeitpunkt in der richtigen Menge zur Verfügung, die Regulierung findet über Lichtsensoren an den Arbeitsplatzleuchten, den jeweiligen Raum und im Außenbereich statt
  • Bestmögliche Nutzung der stimulierende Wirkung des Tageslichts
  • Der Beleuchtungsanlage stehen feinstufige Schalt- und Dimmzustände zur Verfügung
  • Leichte Steuerung und Ansteuerung der einzelnen Lichteinheiten
  • Bewegungsmelder passen das Licht an, je nachdem ob Menschen an- oder abwesend sind
  • Es existieren passgenaue Lichtszenen für verschiedene Tätigkeiten
  • Es sind mehrere Beleuchtungsniveaus programmiert, welche auf die Tageszeit und die Jahreszeit reagieren

Der Ansatz basiert auf elektronischen Betriebsgeräten (Vorschaltgeräte oder Sensoren), welche das bedarfsgerechtes Licht im Innen- und Außenbereich regulieren. Für Betriebe besitzt der Aspekt des Beleuchtungsmanagements daher gleichzeitig eine Bedeutung für ihr Image.

Durch die angemessene Nutzung des Tageslichtes kommt es zudem zu maximale Einspareffekten, teilweise sinkt der Energieverbrauch um bis zu 80%.

Ergonomisches Licht am Arbeitsplatz – Effekte und Vorteile

Von einer ergonomisch richtigen Beleuchtung am Arbeitsplatz profitieren Angestellte, Selbstständige und Firmen gleichermaßen. Zu nennen sind folgende Vorteile:

Positive Effekte bei optimalem Licht:

  1. Motivation
  2. Konzentration
  3. Effektivität
  4. Arbeitszufriedenheit
  5. Wohlbefinden, weniger Stress und Kopfschmerzen
  6. Gefühl des Wachseins
Physiologische und psychologische Vorteile gehen bei der ergonomisch realisierten Beleuchtung des Arbeitsplatzes grundsätzlich Hand in Hand

Arbeitsfreundliche Bürolampen und Leuchtmittel verhindern, das Büroarbeiter sich schlaff fühlen oder das Licht als zu künstlich und unangenehm empfinden. Sie wirken sich maßgeblich auf die Produktivität am Arbeitsplatz aus.

Bei aller Lichtoptimierung bei der Arbeit sollte man in der freien Zeit den Raum auch mal verlassen: Idealerweise geht man beispielsweise in den Pausen nach draußen – einfach, um den Kontext zu wechseln, Frischluft zu tanken und das Tageslicht mitzunehmen.

Video: gesunde Beleuchtung am Arbeitsplatz

Der folgende Clip veranschaulicht den wichtigen Punkt des richtigen Lichtes bei der Arbeit nochmals:

Typische Fehler bei der Bürobeleuchtung

Mitunter hilft es, wenn man sich klar macht, was auf keinen Fall vorkommen sollte. Dann lassen sich Änderungen praktisch angehen. Im Folgenden einige No-Gos, die in Büros garantiert den Arbeitsfluss boykottieren:

1.Fehlfunktionen: Defekte oder flimmernde Lampen lenken ab, nerven und können zu einer Reizüberflutung führen. Der Fokus und das Tempo bei der Büroarbeit sinken. Um einen Austausch kommt man im Sinne einer professionellen Beleuchtung nicht herum.

2. Dreck und Schmutz: Die Leuchtkraft nimmt durch Staub ab, das Licht büßt bereits bei mittleren Verschmutzungen deutlich an Qualität ein. Leistungsfördernde Bürolampen & Leuchtmittel sollten daher regelmäßig gereinigt und gewartet werden.

3. Reflexblendungen: Reflektierende bzw. glänzende Oberflächen sorgen für ungewollte Spiegelungen und können dadurch stören. Besser sind daher helle Oberflächen der Möbel, der Wände und des Bodens ohne reflektierenden Charakter.

4. Blendungen: Fällt das natürliche Licht direkt durch das Fenster auf das Gesicht der Menschen, dann irritiert das. Wer das Sonnenlicht nutzt, sollte darauf achten, dass es seitlich auf den Arbeitsplatz trifft. Frontales Sonnenlicht gilt als einer der Hauptfehler im Rahmen der Lichtplanung. Ebenso der fehlende Sonnenschutz im Büro, denn Rollos und Jalousien helfen dabei, Menge und Intensität des Sonnenlichtes zu regulieren. Ebenso können falsch angebrachte bzw. ausgerichtete Lampen oder Leuchten blenden. Richtet sich ihr Licht direkt auf den Nutzer, dann lenkt ihn ab.

Augenfreundliche Lichtplanung am Arbeitsplatz

Grafik: Licht am Arbeitsplatz

Egal, ob modernes Büro oder ein kleiner Arbeitsplatz zu Hause. Das richtige Licht am Schreibtisch markiert die Grundlage für ein konzentriertes und beschwerdefreies Arbeitsleben

Fazit: Licht aktiviert und fördert professionelles und effektives Arbeiten. Das richtige Licht am Arbeitsplatz ist die Basis der jeweiligen Tätigkeit.

Bereits die viele Zeit, die man am Arbeitsplatz verbringt, untermauert die Bedeutung dieses Themas. Wird selbiges negiert, dann bringen Probleme wie tiefe Augenringe, Müdigkeit, mangelnde Konzentration und Kopfschmerzen es zurück in das Bewusstsein. Eine Form des Feedbacks mit unangenehmen Charakter.

LEDs, Lampen und Leuchtmittel müssen für die optimale Bürobeleuchtung in Hinblick auf die Raumgröße und individuelle Anforderungen richtig angeordnet werden. Nur dann können die dort tätigen Menschen konzentriert und wach arbeiten.

Mit modernen LED-Leuchtmitteln lässt sich zudem viel Energie sparen, ein Punkt, der besondern in großen Betreiben einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstellt. Eine zeitgemäße Lichtplanung integriert all diese Aspekte zum Vorteil von Mitarbeitern und Betrieb.


Verwandte Ansatzpunkte der ergonomischen Arbeitsplatzverbesserung: