Unerträgliche Hitze im Büro ist ein Problem, das alle Mitarbeiter betrifft, denn hitzefrei wie in der Schule exisitiert nicht. Die Arbeit fällt schwer, Konzentration, Leistung und Allgemeinzustand verschlechtern sich. Je nach individueller Verfassung kommen mitunter Kreislaufprobleme hinzu. Der Tag im Büro wird zur Tortur.

Ventilatoren können die Ursachen der Gluthitze zwar nicht beseitigen, doch sie schaffen Abhilfe, um besser über den Tag zu kommen. Frischer Wind am Arbeitsplatz kühlt und belebt. Sollen Tischventilatoren oder Standventilatoren im Büroraum eingesetzt werden, müssen passende Geräte ausgewählt werden. Doch nicht jedes Angebot ist für den Büroarbeitsplatz geeignet.

Dieser Artikel listet wichtige Merkmale von Schreibtisch-, Stand- und Deckenventilatoren. Er geht zudem auf die besondere Situation im Büro ein, denn es ist wichtig, Absprachen mit Vorgesetzten und Kollegen zu treffen.

Mit Ventilatoren die Sommerhitze im Büro reduzieren

Zunächst ist es wichtig, dass man alles Mögliche versucht, damit die Hitze im Büro nicht auftritt: Frühes Lüften in den Morgenstunden und ein effektiver Sonnenschutz am Fenster sind zu nennen.
Ebenso sollten alle darauf achten, dass nur diejenigen Geräte wirklich laufen, welche zwingend benötigt werden.

Denn jedes technische Gerät – sei es PC, Radio oder Drucker – gibt Wärme ab, die sich dann im eh schon warmen Büroraum staut. Bleibt es während einer Hitzewelle bei allen Gegenmaßnahmen lange stickig und warm, dann schafft es das Gebäude nicht mehr, die Wärme abzuführen. Nicht alle Betriebe verfügen über teure Klimaanlagen – nun sind bezahlbare Lösungen gefragt.

In solchen Phasen macht es Sinn, einen leisen Ventilator anzuschaffen. Manch Mitarbeiter bietet sogar an, ein solches Gerät von zu Hause zur Arbeit mitzubringen.

Abbildung: Ventilator für den Schreibtisch

Ein einfaches und erschwingliches Gerät für den Schreibtisch mit zwei Geschwindigkeitsstufen

Das Prinzip des Ventilators ist einfach: Die Geräte erzeugen einen Luftstrom, welcher die Haut abkühlt. Genauer gesagt bewirkt der Luftzug, dass die Luft über der Haut ausgetauscht wird. Dadurch wird die menschliche Transpiration erleichtert, weil mehr Verdunstungskälte entsteht – und das wirkt sich kühlend aus. Die frische Brise belebt und entspannt.

Die Temperatur im Raum kann ein Ventilator nicht konstant senken, er mindert aber belastende und unangenehme Folgen für den Menschen. Der Luftzug erfrischt den Anwender schnell und punktuell

Tischventilator im Büro – Merkmale & Anforderungen

Tischventilatoren stellen bei der Anschaffung eine günstige Variante dar. Im Unterschied zu Deckenventilatoren sind sie leicht in Betrieb zu nehmen: Es braucht den richtigen Platz und eine Steckdose.

Die erhältlichen Produkte unterscheiden sich in diversen Eigenschaften: Bei der Auswahl eines Tischventilators für das Büro oder für den heimischen Arbeitsplatz sollte beim Vergleich der Angebote auf folgende Merkmale geachtet werden:

  • Leise und geräuscharm:
    Kühlende Luft darf nicht mit einer zusätzlichen Lärmbelästugung bezahlt werden. Präferieren Sie leise Modelle*, die ruhig arbeiten und dadurch niemanden stören. Nur dann ist ein konzentrierter Arbeitsfluss in angenehmer Atmosphäre möglich. Die Hersteller weisen in ihren Beschreibungen explizit auf diese wichtige Eigenschaft hin
  • Stufenweise regulierbar:
    Mehrstufige Modelle offerieren dem Nutzer die Möglichkeit, die Stärke des Luftstroms zu bestimmen und somit auf unterschiedliche Hitzebelastungen zu reagieren. Teilen sich mehrere Mitarbeiter einen Schreibtisch, dann variieren meist die individuellen Ansprüche an die frische Brise. Die Anpassung der Stärke des Luftstroms per Knopfdruck löst dieses Problem. Ein Ventilator sollte mindestens über zwei Leistungsstufen verfügen
  • Luftleistung:
    Als Luftleistung wird das Luftvolumen in Kubikmetern bezeichnet, welches das Gerät pro Stunde abführt. Der Wert hängt von der Anzahl der Rotorblätter, deren Durchmesser und den Umdrehungen pro Minute ab. Ein Büro mit Computern benötigt etwa 4-6 Luftwechsel pro Stunde. Rechnen Sie daher die Größe des Büroraums oder des Home Office (Breite * Höhe * Länge in Metern) aus. Beispiel: Bei einem Raum mit einem Volumen von 15m³ und vier angestrebten Wechseln pro Stunde beträgt die benötigte Luftleistung des Ventilators 60 m³/Std.
  • Energiesparend:
    Den Energieverbrauch geben die Händler auf dem Gerät bzw. in der beiliegenden Bedienungsanleitung an. Tatsächlich entscheidet aber der reale Umgang vor Ort maßgeblich darüber, wie die Kosten für die benötigte Energie ausfallen. Wenn man niedrige Stufen wählt, das Gerät beim Verlassen des Zimmers ausschaltet oder den Ventilator nur bei Bedarf nutzt, dann verbleiben die Stromkosten auf einem überschaubaren Niveau. Kleiner Tipp: Wer den Energieverbrauch und die Stromkosten eines Ventilators einschätzen möchte, kann diesen Online-Rechner zur Hilfe nehmen
  • Verstellbarer Neigungswinkel:
    Damit die Luft genau auf den Nutzer trifft und ihn abkühlt, ist es wichtig, dass sich die Neigung des Gerätes individuell anpassen lässt
  • Schutzgitter:
    Kaum ein Ventilator verzichtet auf ein schützendes Gitter. Am Arbeitsplatz spielt Sicherheit immer eine übergeordnete Rolle, daher ist ein zuverlässiges(!) Schutzgitter Pflicht, es markiert eine Grundanforderung

Tischventilator Bestseller

1. Honeywell HT-900E Kraftvoller und geräuscharmer Turbo-Ventilator
  • Kraftvoller und geräuscharmer Turbo-Ventilator, schwarz
  • für Wandmontage geeignet, groβer Schwenkbereich
  • Flügeldurchmesser: 18 cm, 3 Schaltstufen
  • Luftdurchsatz ca. 740 m³/h, 40 Watt
ab 24,99 Euro
Bei Amazon kaufen

Standventilatoren am Büroarbeitsplatz

Grundsätzlich gelten die aufgeführten Merkmale für einen Tischventilator ebenfalls für den größeren Standventilator: Stufenweise Steuerung, leiser Betrieb, Neigung, Luftleistung, seriöse Optik und ein vertretbarer Energieverbrauch markieren die Basics, damit ein Gerät überhaupt im Büro zum Einsatz kommen kann.

Doch im Vergleich zu Tischventilatoren muss bei größeren Standventilatoren noch mehr auf die Sicherheit aller Anwesenden geachtet werden. Nicht zuletzt wegen des Platzbedarfs der Produkte.

Sicherheit gewährleisten – Tipps & Hinweise

  • Keine Stolpergefahr durch schlecht oder holprig verlegte Kabel
  • Das Gerät muss gut sichtbar sein
  • Niemand darf am Standfuß hängen bleiben, weil dieser in einen Laufweg ragt
  • Keinesfalls darf ein Fluchtweg versperrt sein
  • Das Modell darf nicht wackeln, es muss robust und zuverlässig sein

Es ist daher zu empfehlen, beim Erwerb eines auf dem Boden stehenden Ventilators darauf zu achten, dass die Anschaffung nicht zu viel wiegt, damit der Standventilator leicht an den gewünschten Platz im Büroraum gestellt werden kann.

Gleichzeitig sollte der Standsockel die Stabilität immer gewährleisten und ungewolltes Kippen grundsätzlich ausschließen. Von dem Erwerb billiger Wackelmodelle ist abzuraten. Zudem ist die Kennzeichnung mit dem GS-Zeichen unabdingbar.

Oszillation und Höhe für gezielten Luftstrom beachten

Die Anpassung der Arbeitsmittel markiert eine zentrale Grundanforderung der Ergonomie. Und sie macht ebenso bei der Nutzungs eines Ventilators am Arbeitsplatz Sinn.

Für die gezielte Ausrichtung des Luftstroms bieten einige Modelle einen großen horizontalen Schwenkbereich von 75 bis zu 90 Grad an. Diese Oszillationswerte sollten nicht unterschritten werden, weil die Funktion sonst unpraktisch wird

Weil nicht alle Menschen gleich groß sind, markiert die Verstellbarkeit der Höhe bei Standventilatoren ebenfalls ein bedeutsames Attribut. Einige Angebote bieten darüber hinausgehend sogar die Steuerung mittels Timer an. Dieser reguliert die Laufgeschwindigkeit in verschiedenen Intervallen.

Wichtige Eigenschaften eines Standventilators für Büroräume

  1. Oszillation – großer horizontaler Schwenkbereich
  2. Anpassbare Neigung
  3. Verstellbarkeit der Höhe
  4. Geschwindigkeitsregulation
  5. Geeignete Luftleistung
  6. Stabiler Standsockel
  7. Leiser Betrieb
  8. Angemessene Optik
  9. Praktische Kabellänge (1.80 – 2 Meter sind Normalwerte)
  10. Optional: Fernbedienung
  11. Optional: Timer

Standventilator Bestseller – Top 3

1. Orbegozo 0147 SF Standventilator, 40 cm, weiß
  • Maße der Flügel: 40 cm.
  • 3 Geschwindigkeiten.
  • Kopf schwenkbar in mehrere Richtungen, Feste und schwingende Position.
  • Geräuscharm.
ab 36,47 Euro
Bei Amazon kaufen
2. Ardes AR5EA40P Standventilator, Ø Blatt 40 cm
  • Blatt Ø 40 cm.
  • 3 Geschwindigkeitsstufen, automatisches seitliches Schwenken.
  • Leicht zusammenzubauen.
  • Entspricht Sicherheitsnormen (länderspezifische Rechtsvorschriften beachten).
ab 36,03 Euro
Bei Amazon kaufen
3. TZS First Austria - 50 Watt 40cm Standventilator extra leise max. 57dB | Ventilator 3 Geschwindigkeitsstufen | verstellbarer Neigungswinkel in 3 Stufen | oszillierend | höhenverstellbar bis 118cm weiß
  • Sehr leise maximal 57dB | 40cm Durchmesser Standventilator in weiß/grau | Leistung: 50 Watt
  • 3 Geschwindigkeitsstufen von leicht, mittel, stark, von einer lauen brise bis zu einem Sturm
  • Oszillations-Funktion mit 80 Grad Rotationswinkel | Ideal für zu Hause oder im Büro
  • 3 Neigungswinkel, noch oben, gerade und nach unten gerichteter Ventilator-Kopf | Stabiler und breiter Standfuß
  • Höhenverstellung von 103cm bis 118cm | Schutzgitter aus Metall für mehr Sicherheit | Kabellänge: 1,8 Meter
ab 59,95 Euro
Bei Amazon kaufen

Leise Deckenventilatoren

Noch leistungsstärker und leiser arbeiten Deckenventilatoren. Sie richten ihren umfangreichen Luftstrom nach unten und erreichen so große Teile des Raums. Bei ihnen fällt der kühlende Effekt für den Menschen im Vergleich zu Schreibtisch- und Standventilatoren höher aus.

Im Gegenzug gestaltet sich die Installation anspruchsvoller und die Kosten – hier sollte auch die Montage bedacht werden – steigen an. Preiswerte Modelle sind im Bereich zwischen 70-120 Euro verfügbar.

Zudem sind die Produkte größer und schwerer, was etwa bei dünnen Rigips-Decken problematisch sein kann. Nach der Installation sind die Geräte natürlich stets präsent, weil sie nicht abgebaut oder weggestellt werden können.

Die Funktionsweise ähnelt zunächst den Stand- und Schreibtischventilatoren: Im Ventilatorgehäuse ist ein Elektromotor verbaut, welcher die Flügel des Gerätes antreibt. Unterschiede zeigen sich hingegen bei der Wirkung:

Bei einem Deckenventilator wird jene Luft umgewälzt, die auf dem Weg nach oben ist. Meist ist dies sehr warme Luft. Sie wird beim Umwälzen gekühlt und anschließend nach unten gewirbelt. Im Gegensatz zu anderen Ventilatortypen gibt es hier keinen Hitzestau an der Decke

An der Decke montierte Ventilatoren versorgen bereits bei niedrigen Drehzahlen aufgrund des größeren Radius mehrere Personen gleichzeitig mit frischer, bewegter Luft. Dadurch ist es ihnen möglich, extrem geräuscharm zu laufen.

Der Stromverbrauch liegt durch die Leistungsstärke etwas höher als bei Schreibtisch- & Standventilatoren; auf höchster Stufe beträgt der Verbrauch etwa 70-80 Watt. Geräte mit Sommer- und Wintermodus helfen zudem in der kalten Jahreszeit beim Warmhalten der Räume – sie reduzieren die Heizkosten (siehe unten).

Abbildung: Deckenventilator

Ein Deckenventilator kann ganzjährig eingesetzt werden und leistet seine Arbeit schon bei niedrigen Drehzahlen

Bisher ist diese Produktsparte eher im subtropischen und tropischen Bereich verbreitet. Sie gehört dort zum normalen Alltag. Im Zuge des Klimawandels und zunehmender Extremwetterlagen (Sommer 2003, Sommer 2018) finden die Deckenventilatoren derzeit in Europa zunehmend ihren Platz.

Im Winter spielen die Installationen an der Decke eine weitere Stärke aus: Sie können die Heizkosten anteilig senken, weil sie warme Heizungsluft, die sich unter der Zimmerdecke sammelt, wieder nach unten befördern. Dieser Prozess wird Wärmerückführung genannt.

Achtung: Die Decke selbst darf nicht zu tief sein. Sonst besteht die Gefahr, dass Haare, Köpfe oder Gliedmaßen im Betrieb zwischen die Ventilator-Flügel geraten. Bei zu tiefen Decken ist von einem Erwerb abzusehen, Sicherheit geht vor.

Relevante Merkmale eines Deckenventilators

  • Optik/Design/Extras :
    Die Vielfalt von Materialien und Designideen ist beachtlich, daher können die Geräte nach sorgsamer Auswahl als wertvolles Element des Zimmer-Designs fungieren. Sie sind Teil des Kontextes und kein Fremdkörper. Die meisten Modelle weisen fünf oder sechs Flügel auf. Elegante Extras wie eine dimmbare Beleuchtung betonen den ambitionierten Charakter eines hochwertigen Deckenventilators
  • Ventilator-Lampen-Kombination:
    Ein moderner Deckenventilator mit Beleuchtung* kümmert sich um Luft und Licht. Dies wird wichtig, wenn er in der Zimmermitte anstelle einer Lampe installiert wird
  • Saisonaler Modus:
    Modelle, die über Sommer- bzw. Winterprogramme verfügen, sind doppelt nützlich. Im Sommer sorgen sie für frischen Wind und im Winter wird die warme Luft, die sich immer unter der Decke sammelt, nach unten geführt. Bis zu 30% der Heizkosten können dadurch eingespart werden
  • Steuerung:
    Der Kunde hat die Auswahl, ob er – je nach Anspruch des Angebotes – Fernbedienung oder Zugband präferiert
  • Leistungsstufen:
    Ein wichtiger Punkt für alle Ventilatorgattungen ist die Auswahl der Leistung. Mindestens zwei Stufen sollten wählbar sein, je mehr Wahlmöglichkeiten vorhanden sind, um so besser
  • Flügel-Spannweite:
    Es ist wichtig, jene Produkte auszuwählen, welche die vorhandene Raumfläche wirklich abdecken können. Die Hersteller geben genau an, für welche Raumgröße ihr Produkt geeignet ist. Im Handel sind überwiegend Modelle mit 70, 105 und 132 cm Flügel-Spannweite vorrätig. Je größer der Raum, um so höher muss die Spannweite ausfallen. Hinweis: Zimmer über 20 Quadratmeter Grundfläche benötigen fast immer 132 cm Flügel-Spannweite

Aktueller Bestseller:

1. Westinghouse 7255740 Deckenventilator Bendan
  • Ausführung: seidenmattes Chrom
  • Flügel in Wengue
  • Flacher Leuchtkörper mit Opalmilchglas
  • 1 R7s Halogenleuchtmittel mit 80 Watt enthalten
  • Fernbedienung inklusive
  • Läuft im Sommer- und Winterbetrieb
ab 114,99 Euro
Bei Amazon kaufen

Chefs und Vorgesetzte informieren und einbeziehen

An dieser Stelle drängt sich eine wichtige Frage auf: Dürfen Arbeitnehmer einen Ventilator an ihrem Schreibtisch betreiben? Damit keine unnötigen Konflikte enstehen, sollte das Thema immer mit dem Chef geklärt werden, denn die Arbeitsmittel im Job müssen grundsätzlich von den Arbeitgebern gestellt werden.

Es gehört zu den Pflichten des Arbeitgebers, dass dieser sicherstellt, dass nur betriebssichere Geräte verwendet werden. Vor der Verwendung müssen Neuanschaffungen vorschriftsmäßig überprüft werden. Ebenso ist der regelmäßige Check im Einsatz indiziert.

Mitunter kommt es vor, dass die Führungsetage zustimmt, dass ein Angestellter einen Ventilator von zu Hause mitbringt. Prinzipiell sollte dieses Gerät dann angemeldet und in die Bestandsliste der Firma aufgenommen werden.

Nur dann können die Prüftermine verbindlich angeordnet werden. Man kann alternativ übereinkommen, dass nötige Überprüfungen individuell durch den Arbeitnehmer geleistet werden. Und das bedeutet: Mehrarbeit und eine größere Verantwortung.

Insgesamt betrachtet ist es immer von Vorteil, die Situation nüchtern und sachlich zu schildern: Ein wichtiges Argument für den Abteilungsleiter oder den Boss ist die Verbesserung des Arbeitsklimas durch kühlere Luft.

Menschen arbeiten bei einer Raumtemperatur von circa 18 bis 22 Grad am besten. Vor allem bei Büros in Großstadt-Büroräumen ist dieser Richtwert mit dem Öffnen des Fensters an schwül-heißen Tagen überhaupt nicht gewährleistet. Vielmehr nehmen Lärm und sticke Großstadtluft nicht selten überhand.

Diese Argumentation ist einsichtig; vielleicht erklärt der Betrieb sich anschließend bereit, Ventilatoren anzuschaffen. Denn er profitiert von gesunden und konzentriert arbeitenden Angestellten. Weitere Details und Richtwerte zu hohen Temperaturen am Arbeitsplatz finden sich im Artikel Hitze im Büro.

Die Mitarbeiter vom Büroventilator überzeugen

Wer seine Kollegen mit an Bord holt und sich vom Start weg um Konsens bemüht, beugt Konflikten vor. Das ist wichtig, weil es nicht möglich ist, einen Ventilator in einem Büro mit vielen Menschen komplett unbemerkt zu betreiben.

Das Letzte, was bei sehr hohen Temperaturen noch fehlt, sind hitzige Gespräche gereizter Mitarbeiter. Nicht selten entbrennen Streitgespräche über Sinn und Nutzen geplanter Anschaffungen. Bereits die Frage, ob ein Ventilator für das Großraumbüro gekauft oder von einem Angestellten gestellt werden soll, ruft unterschiedliche Meinungen hervor.

Diskutierende Menschen im Büro

Information und wertschätzende Kommunikation sind wichtige Schritte, wenn es um Neuanschaffungen im Büro geht, die eventuell unterschiedlich eingeschätzt werden

Es gibt Mitarbeiter, die sich nicht mit einem Ventilator anfreunden können. Sei es aus ästhetischen Gründen oder aus der Befürchtung heraus, dass die Belästigung durch Lärm die Einschränkungen durch Hitze in den Schatten stellt. Verständlicherweise möchten diese kein Geld für einen Artikel beisteuern, den sie ablehnen.

Andere monieren, dass ein Ventilator ebenfalls Wärme abgibt und zur Erwärmung des Raums beiträgt. Grundsätzlich stimmt das, doch ein Ventilator fügt nicht viel Wärme zu – der Effekt der gefühlten Abkühlung ist größer. Zum Vergleich: Ein Mensch gibt bei sitzender Tätigkeit um die 70 bis 100 Watt an Leistung ab, ein Ventilator circa 40 Watt.

Im Vorfeld ist somit die Information darüber wichtig, wie die Geräte arbeiten und welcher Nutzen für alle zu erwarten ist. Man sollte in diesem Zuge wissen, dass eine überdurchschnittliche Lärmbelästigung eher im extrem niedrigeren Preissegment vorkommt.

Hochwertige Produkte arbeiten mehrheitlich leise, besonders Deckenventilatoren. Es ist nützlich, wenn Skeptiker darüber freundlich und sachlich informiert werden. Gleichwohl ist es zu respektieren, wenn sie ihre Meinung nicht ändern.

Zusammenfassung: Wichtige Schritte vor der Anschaffung eines Büroventilators

  1. Den Chef informieren, überzeugen und Absprachen mit ihm treffen
  2. Sich mit den anderen Mitarbeitern verständigen, ob, wann und wie der Ventilator eingesetzt werden kann
  3. Sicherheit beachten: Ein neuer Ventilator muss so aufgestellt werden, dass dieser keine Stolperfalle darstellt. Das gilt ebenso für den Weg der Stromversorgung, das Kabel darf niemandem im Weg sein
  4. Eventuell vertraglich klären, wer die anfallenden Energiekosten trägt. Nicht wenige Führungspersonen wissen es zu schätzen, wenn ihre Mitarbeiter sinnvolle Eigeninitiative zeigen. Sie legen ihnen dann keine Steine in den Weg und tragen die anfallenden Stromkosten. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht
  5. Das in Hinblick auf Leistung, Funktion und Raumgröße geeignete Modell nach einem Vergleich erhältlicher und GS-geprüfter Produkte auswählen und den Beteiligten vorstellen

Fragen zum Thema Ventilator im Büro

Die abschließenden Kapitel diskutieren oft gestellte Fragen rund um den Ventilator. Sie werden kurz und bündig beantwortet.

Wie weit entfernt sollte ein Ventilator aufgestellt werden ?

Die Entfernung für einen Standventilator beträgt etwa 2 Meter.

Machen Sonderfunktionen Sinn?

Weiche Blätter, Windsimulation oder gar Nebel – in Hinblick auf die Sonderfunktionen scheint es wenig Grenzen zu geben. Im Büro sind sie allerdings deplaziert und machen keinen Sinn.

Gibt es Probleme mit der Außendarstellung bei Kundenterminen?

Ein durchaus sensibles Thema stellt die Situation Ventilatoren im Kundenkontakt dar. Beim Gespräch mit dem Kunden wird das Unternehmen durch seinen Mitarbeiter und den Kontext repräsentiert. Und so lehnen einige (aber nicht alle) Betriebe Ventilatoren ab, weil sie nicht zum Image passen oder im Gesprächsraum als unpassend empfunden werden.

Ein No-Go stellen laute Ventilatoren dar. Ihr Einsatz ist nicht nur störend, sondern auch unhöflich. Niemand möchte ein Verkaufs- oder Beratungsgespräch führen, welches durch Wind- und Motorgeräusche boykottiert wird.

Der Einsatz eines Ventilators in Gesprächsräumen namenhafter Firmen fordert somit eine sehr sorgsame Auswahl ein. Einige abschließende Tipps:

➀ Seriös designte Produkte in den Farben des Logos des Unternehmens fügen sich besser in den Kontext ein
➁ Hochwertige und fast unhörbar arbeitende Modelle sind im Kontext von Beratungsgesprächen problemlos nutzbar, besonders Deckenventilatoren absolvieren ihre Aufgaben unauffällig und fallen kaum ins Blickfeld