Mit dem Alter schwinden Muskelkraft, taktile Fähigkeiten, Hörvermögen, diverse Erinnerungen und Sehschärfe. Nicht jeder ist davon gleichermaßen betroffen, dennoch sehen sich zahlreiche ältere Männer und Frauen mit genau diesen altersbedingten Problemen konfrontiert. Dabei wird ihre potentielle Leistungsfähigkeit jedoch oft unterschätzt. Das breit aufgestelltes Erfahrungswissen und die emotionale Reife älterer Menschen markiert eine immense Ressource.

Sind reife Semester noch berufstätig, dann bringen sie wertvolle Hinweise, Kniffe und Ratschläge in die Arbeit ein. Jahrzehntelange Berufserfahrung mündet in breit aufgestellten Kompetenzen sowie einer guten Intuition für das Machbare. Genau deswegen haben langjährige Mitarbeiter für Firmen und Betriebe einen hohen Wert.

Doch wie kann man den ganz natürlichen Einschränkungen von Senioren begegnen; welche Hilfsmittel im Betrieb und Rentnerleben zu Hause sind sinnvoll? Diesen gesellschaftlichen Fragen und Aspekten der gegenwärtigen Arbeitswelt geht der folgende Artikel über Hilfsmittel für ältere Menschen auf den Grund.

Mit Seniorentelefonen sowie alterstauglichen Tastaturen & Mäusen stehen Themen im Vordergrund, welche die Kommunikation im Leben und die Teilnahme im Internet fördern.

Technische Hilfen für Senioren – warum sie wichtig & sinnvoll sind

Zunächst gilt es, die Frage zu beantworten, ab wann man eigentlich ein Senior ist? Von einem Senior spricht die Mehrheit der Bevölkerung dann, wenn ein Mensch das 65. Lebensjahr erreicht hat.

Dieser Wert kann, muss aber nicht mit dem Renteneintrittsalter korrelieren. Alternativ kursieren in der Begriffsdiskussion auch Werte von 50, 55 oder 60 Jahren. Und das, obgleich sich in diesen Gruppen niemand gerne selbst als Senior bezeichnet. Denn das Selbstbild von älteren Menschen fällt meist aktiver aus.

Weil die Bevölkerung immer älter wird, sind die Diskussionen darüber, wie lange man arbeiten sollte, im vollen Gange. Mit der längeren Lebensarbeitszeit wird bedeutsamer, welche Hilfsmittel am Arbeitsplatz für ältere Semester angemessen und sinnvoll sind. Diese Tatsache verdeutlicht die praktische Bedeutung der technischen Hilfen für Senioren.

Doch es geht auch um die freie Zeit im Rentenalter. Die meisten Menschen wollen nach ihrer Berufstätigkeit am gegenwärtigen Leben partizipieren. Und in der Informationsgesellschaft bedeutet dies, dass ihnen der Zugang zu den digitalen Welten möglichst einfach gemacht werden sollte. Denn nicht wenige Aktivitäten im höheren Alter fußen verstärkt auf aktuellen Kommunikationstechnologien.

Sehkraft, Gedächtnis, Hörvermögen und Fingerfertigkeit nehmen im Alter ab

Im Laufe des Alterungsprozesses verschlechtern sich diverse körperliche und kognitive Funktionen. Leistungsfähigkeit, Wahrnehmung und auch die interpersonelle Kommunikation können darunter leiden, von der persönlichen Unzufriedenheit der Betroffenen ganz abgesehen. Die Zeit fordert ihren ganz normalen Tribut, wenn Menschen ihr Leben meistern.

Das Ausmaß variiert natürlich individuell, daher stellen die folgenden Kennwerte von der Site usability.ch nur eine Orientierung dar, welche nicht für alle Menschen in gleicher Stärke zutrifft.

Die oben verlinkte Studie stellt die Werte zweier Gruppen gegenüber: 21-55-jährige Nutzer und Senioren (Menschen über 65 Jahre). Sie kommt zu folgenden, über die bekannte Schwerhörigkeit hinausgehenden Aussagen, die stets mit der jüngeren Gruppe beginnen und anschließend den Wert der Senioren nennen.

  1. Die Sehkraft nimmt von 95% auf 82% ab
  2. Die Fingerfertigkeit reduziert sich von 95% auf 73%
  3. Auch das Gedächtnis ist betroffen, der Wert sinkt von 63% auf 49%

Akzeptiert man die altersbedingte und nicht willentlich beeinflussbare Abnahme einiger Fähigkeiten, dann stellt sich die Frage, wie diese aufgefangen bzw. kompensiert werden kann. Denn Erfahrung, Wissen und die Intuition gereifter Menschen gelten sowohl im privaten Rahmen als auch in professioneller Hinsicht als essentielle Werte. Nicht umsonst sind Begriffe wie Alterserfahrung und Weisheit sehr positiv besetzt.

Kommunikation und gesellschaftliche Partizipation für Ältere sicherstellen

Abbildung: Älterer Mann packt kräftig an

Manch Senior ist noch sehr aktiv und voller Tatendrang. Möglicherweise auftretende Alterserscheinungen wie Schwerhörigkeit lassen sich oftmals durch technische Hilfsmittel kompensieren – sowohl zu Hause, im Büro oder auch unterwegs. Sie stellen sicher, dass die Lebensqualität und die Vitalität erfahrener Menschen erhalten bleiben kann.

Mittlerweile gehören Produkte für Senioren – sowie für Menschen mit motorischen und visuellen Einschränkungen – zum selbstverständlichen Sortiment auf dem Markt. Sie wurden aus der Erkenntnis entwickelt, dass viele Individuen mit ihrer Unterstützung besser und vollständiger am Leben teilhaben können.

Grundsätzlich lassen sich die erhältlichen Produkte in die Rubriken Unterstützung im Alltag und Hilfe bei der Arbeit differenzieren. Mitunter überschneidet sich ihr Anwendungsgebiet. Immer wird angestrebt, dass die verfügbaren Hilfsmittel einen praktischen Charakter aufweisen und selbstständig von der reifen Zielgruppe genutzt werden können.

Der Vorteil: Unnötiger Frust durch die schwierige Bedienung unpassende Geräte reduziert sich. Genau das vermindert die Stressbelastung. Ältere Menschen profitieren zusammengefasst somit auf physischer, psychischer und sozialer Ebene.

Seniorentelefone

Um die Verbesserung der Kommunikation im Alter kümmern sich sogenannte Seniorentelefone. Die Geräte beschränken sich mehrheitlich auf die wesentlichen Grundfunktionen und helfen den Nutzern mit ihren klaren Formen und eindeutigen Funktionen unkompliziert weiter.

Folgende Merkmale kennzeichnen diese Produktgattung:

Eigenschaften von Seniorentelefonen

  • Allgemein: einfache Einstellung und Bedienbarkeit
  • Extra große Tasten gewährleisten die Bedienbarkeit – auch in zittrigen Momenten. Zudem sind sie durch ihre Größe immer gut erkennbar
  • Die verstärkter Tonwiedergabe ermöglicht das Telefonieren auch bei Einschränkung der Hörfähigkeit
  • Ein extra lauter Klingelton sorgt dafür, dass bei schwerhörigen Menschen der eingehende Anruf besser wahrgenommen wird
  • Manche Modelle besitzen eine Lichtsignale, welche die eingehenden Anrufe auch optisch signalisieren. Eine Meldung auf mehreren Ebenen stellt sicher, dass die Kontaktaufnahme per Telefon ins Bewusstsein gelangt
  • Programmierbare Direktwahltasten sorgen für den für schnellen Verbindungsaufbau, wenn mal ein dringendes Thema anliegt
  • Einige Telefone für ältere Menschen besitzen darüber hinausgehend frei programmierbare Bildtasten. Zu der programmierten Nummer lässt sich ganz einfach eine Grafik mit dem Anrufziel hinterlegen – meist Familienangehörige, nahe Verwandte oder gute Freunde. Die Fotos eigener Wahl helfen bei Erinnerungslücken weiter. Sie verdeutlichen, wen man anrufen wollte, ohne dass Nutzer die Nummer memorieren muss – der Blick auf die Bildtaste reicht völlig aus

Vorstellung: Switel TF540 – extra lautes Telefon mit großen Tasten

Produktbild: Switel TF540 -schnurgebundenes Grosstastentelefon

Große und mit Bildern hinterlegte Tasten, eine intuitive Bedienung sowie die einstellbare Klingel- und Gesprächslautstärke erleichtern das Telefonieren im höheren Alter

Viele der oben diskutierten Anforderungen, um für ältere Meschen hilfreich zu sein, erfüllt das schnurgebundene Telefon von Switel: Das Gerät mit der Bezeichnung TF540 bietet unterstützende Sonderfunktionen für Senioren.

Ein Display besitzt es nicht, dafür aber gut bedienbare Kurzwahltasten. Das TF540 Haustelefon* wurde explizit für stark eingeschränkte Personen entwickelt. Darunter fallen Mneschen mit Schwerhörigkeit, eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder gar Bettlägerigkeit.

Männer und Frauen mit Behinderungen oder mit altersbedingten Defiziten bleiben durch die eindeutige und einfache Bedienung immer erreichbar und können selbst leicht Anrufe initiieren. Dabei helfen folgende Eigenschaften.

Lautes Klingeln und optisches Signal
Der extra laute Klingelton sorgt dafür, dass dem Besitzer kein Anruf mehr entgeht. Darüber hinausgehend garantiert die integrierte LED-Lichtleiste, dass die ankommenden Anrufe optisch signalisiert werden.

Extra laut bedeutet ganz konkret, dass der Klingelton bis zu 90 dB erreichen kann. Zudem ist die Gesprächslautstärke bis zu 40 dB modifizierbar – auch während einer laufenden Interaktion. Diese individuellen Einstellungsoptionen erlauben es, das Gerät an die Bedürfnisse des Nutzers anzupassen.

Hinweis: Ein Schieberegler zur zügigen Adaption der Gesprächslautstärke befindet sich an der Basis unter dem Telefonhörer.

Kompatibel mit Hörgeräten
Das Problem normaler Apparate ist bekannt: Gewöhnliche Telefone provozieren eine störende Tonverzerrung bei gleichzeitiger Hörgerätnutzung. Das Telefonat wird zu Tortur.

Bei dem Seniorentelefon wurde darauf geachtet, dass das TF540 hörgeschädigten Nutzer das Telefonieren ermöglicht, es ist hörgerätskompatibel. Dies gelingt, weil der Telefonhörer mit einer integrierten Induktionsspule ausgestattet wurde. Diese überträgt den Ton und somit das Gespräch direkt in das Hörgerät und umgeht damit die ungewünschte Tonverzerrung.

Telefonate verlaufen somit störungsfreier, dadurch gehen weniger Informationen verloren. Gleichzeitig spüren die Besitzer des speziellen Telefons, dass sie wieder mehr am Leben teilhaben, was sich natürlich psychisch positiv niederschlägt.

Programmierbare und schnell erkennbare Fototasten
Sechs frei programmierbare Fototasten mit Platz für ebenso viele Bilder eigener Wahl und vier Direktwahltasten stellen den schnellen und problemlosen Verbindungsaufbau sicher. Einmal im Telefon einprogrammiert, machen diese “Shortcuts” Gespräche per Knopfdruck möglich.

Diese grundlegende Funktionen kann in Stresssituationen und Notfällen wichtig werden. In derartigen Momenten ist wenig Zeit zum Memorieren der jeweiligen Nummer. Der kurze Blick auf das Bild hilft sofort, um den richtigen Menschen anzurufen. Sei es Hausarzt, Partner, Verwandter, Pfleger, Kind oder ein wichtiger Freund.

Das Prinzip ist einfach: Wenn die Zahlen nicht parat sind, dann hilft dem jeweiligen Menschen oft ein vertrautes Gesicht weiter. Das Telefon übernimmt nach dem Druck auf die Fototaste den Rest. Je einfacher die Bedienung, desto größer der Nutzen – gute Telefone für ältere Menschen setzen genau das gezielt um.

Komfortable Freisprechfunktion
Eine Fernsprecheinrichtung gehört ebenfalls zum Umfang des Das TF540 Komfort-Telefons. Telefonieren und parallel laufende Betätigungen stellen somit kein Problem dar. Stichwort: Multitasking – so es denn gewünscht ist.

Dieses Feature begünstigt ferner das Führen längerer Telefonate, da es die Nutzer körperlich entlastet. Sie können auf das Halten des Telefonhörers im Telefonat verzichten.

Telefone für ältere Menschen stellen den Kontakt sicher

Anmerkung: Natürlich können die extra lauten Telefone für Senioren etwas erschrecken. Ein durchdringender Klingelton bis zu 90 dB kann jüngere Menschen mit normalen Hörvermögen, die sich zufällig im Raum befinden, überraschen. Doch auch an diese neue laute Eigenschaft kann man sich gewöhnen.

Zusammengefasst weisen Seniorentelefone einen ergonomischen Charakter auf, weil sie sich an den individuellen Anforderungen ältere Semester orientieren. Sie betonen die leichte Bedienbarkeit und unterstützen die Sinne. Ihr Charakter fällt in Hinblick auf Form und Funktion eindeutig aus, um nicht zu viele “kleine” und unnötige Informationen auszusenden.

Meist kommen sie privat zum Einsatz und stellen den reibungslosen Kontakt zu Freunden, Angehörigen und wichtige Personen sicher. Doch Eigenschaften wie die beschriebene Verstärkung der Lautstärke helfen gleichzeitig leistungsfähigen älteren Menschen weiter, die noch mitten im Berufsleben stehen, obgleich ihr Hörvermögen nachgelassen hat.

Tastaturen für ältere Menschen

Abbildung: Große und gut lesbare Buchstaben auf einer Tastatur

Große und gut lesbare Buchstaben fördern den Arbeitsprozess und die Effizienz. Eigentlich eine ergonomische Basisanforderung, profitieren von einem klaren und großzügigen Tastasturdesign besonders ältere Menschen mit Seheinschränkungen und taktilen Defiziten

Computer gehören zum Alltag fast aller Menschen und werden schon lange nicht mehr kritisch beäugt. Erfahrene Menschen springen bekanntermaßen nicht auf jeden Trend auf, doch auch sie schätzen den Pragmatismus des technischen Fortschritts.

Natürlich fallen im Alter Dinge wie das Sehen nicht mehr ganz so leicht. Und eine Beeinträchtigung des Sehvermögens kann den Computergebrauch definitiv begrenzen. Optimierte Darstellungen, anpassbare Websites und ein großer Bildschirm helfen der Computerarbeit, doch bei der Eingabe sind spezielle Tastaturen gefragt.

Computertastaturen für ältere Menschen* vereinfachen das Tippen, sie ermöglichen die effektive Bedienung des Rechners. Gut erkennbare Tasten erlauben es sehbehinderten Meschen oder taktil beeinträchtigte Nutzern, am Computer aktiv zu werden. Sei es privat, beruflich oder im Rahmen der freiwilligen Alten- und Seniorenarbeit, die oft in Vereinen, Gruppen und Organisationen stattfindet.

Und die hat ihren gesellschaftlichen Wert: Nicht wenige ältere Menschen suchen sich in der nachberuflichen und nachfamiliären Lebensphase neue Ziele und engagieren sich ehrenamtlich. Dadurch leisten sie einen bedeutsamen Part in Hinblick auf das Gemeinwohl. Felder sind beispielsweise die Kommunalentwicklung, Sport sowie lokale kulturelle Aktivitäten.

Kennzeichen von Tastaturen für Senioren

  • Extra große Buchstaben (XXL Tasten) lassen sich bevorzugt erkennen und besser bedienen, dieser Aspekt puffert taktile Defizite ab
  • Leiser und angenehmer Tastenanschlag
  • Sogenannte Mulden-Tasten bieten mehr Halt für die Finger und gleichen kleinere Ungenauigkeiten aus
  • Kontrastreichen Buchstaben (schwarze Schrift auf hellem Grund) erleichtern das Erkennen
  • Manch Seniorentastatur verfügt über extra USB-Ausgänge: Diese können genutzt werden, um eine USB-Lampe anschließen. Sie spendet extra Licht für die Eingabefläche und erleichtert die Wahrnehmung der Tasten und Funktionen

Geeignete Tastaturen sind für Windows und Mac OS erhältlich. Im eigenen Interesse sollte man darauf achten, dass diese speziellen Offerten die Vorteile ergonomischer Tastaturen integrieren und in Hinblick auf die Körperhaltung eine schonende Nutzung gewährleisten.

Computer – und Internetnutzung in jedem Alter ermöglichen

Mit geeigneten Hilfsmitteln erobern die Senioren das Internet. Vorbei die Zeiten, in denen voreilig angenommen wurde, dass ältere Männer und Frauen nur ziellos im Web umherstreifen würden – diese Aussage entpuppte sich als ein klassisches Vorurteil.

Auch wenn Neues im höheren Alter oft kritisch beäugt wird und erst danach neue Lernprozesse in Gang kommen, so nutzen die sogenannten Silver Surver das World Wide Web gezielt und sinnvoll.

Stimmen die technischen Voraussetzungen, dann partizipieren sie gerne und kompetent in der vernetzten Welt. Vor allem dann, wenn der Zugang für sie passend und niedrigschwellig gestaltet wurde. Es gilt nur, unnötige Hürden abzubauen.

Ob Austausch via Email, Information über Reisen, Wissensseiten über das eigene Hobby, Shopping, Video On Demand (VOD), Musikstreaming, Poltik, die Recherche von Erkrankungen und Möglichkeiten der Hilfe – die Themenbereiche sind vielfältig.

Die neuen Möglichkeiten werten die Freizeit im Rentenalter auf und fördern einen aktiven Lebensstil. Nicht wenige finden alte Freunde, Angehörige und Bekannte über geeignete soziale Plattformen wieder. In dieser Hinsicht bringt die vernetzte Welt nicht wenige reife Semester zurück ins Leben.

Die Seniorenmaus gegen zittrige Hände

Leichtes altersbedingtes Zittern lässt sich zunächst mit einer niedrigen DPI-Zahl recht gut ausgleichen. Dadurch reagiert die Maus nicht so sensibel auf kleine Abweichungen.

Viele moderne und ergonomische Mäuse bieten die Anpassung des DPI-Wertes an. Sie sind somit für jung und alt konzipiert.

Eine Maus für ältere Menschen mit stärkerem Zittern weist speziellere Merkmale auf. Grundsätzlich gleichen Seniorenhilfen vorhandene sensumotorische Defizite gezielt aus. Derartige Computermäuse stellen sicher, dass die Steuerung des Cursors am Rechner gelingt.

Wie kann man sich das praktisch vorstellen? Der Cursor reagiert einfach mit einer kleinen Verzögerung auf die Bewegungen und setzt unkontrollierte Handbewegungen nicht um. Sie werden sozusagen erkannt und ausgefiltert. Somit stellen diese speziellen PC-Mäuse intelligente Produkte dar.

Typisch gestaltet sich die Form: Die Seniorenmaus wird in der Form der Hand angefertigt, selbige wird in die Maus hineingelegt. Genau das erlaubt entspannte und ruhige Bewegungen, die Verwendung wird von den Nutzern zudem als angenehm empfunden.

Grafik: Hände

Vieles geht jahrelang einfach von der Hand. Doch wenn die Hände zittriger werden, gelingt zum Beispiel die Bedienung des Rechners nicht mehr so gut. Doch damit muss man sich glücklicherweise nicht abfinden – es existieren Lösungen und Auswege

Maus-Simulatoren: Joystik- und Kinnmäuse bei Lähmungen

Sogar für Menschen mit spastischen Lähmungen existieren konkrete Hilfen: Zu nennen sind Joystick-Maus und Kinn-Maus.

  • So ist bei der Joystick-Maus Geschwindigkeit und Schaltung einstellbar. Ihr Design macht den Einsatz sogar bei gravierenden Einschränkungen möglich. Man spricht in diesem Kontext von einem Maus-Simulator, weil basale Mausfunktionen mit verschiedenen Joysticks und angepassten Tasten ausgeführt werden. Das gezielte Halten des Sticks in die gewollte Richtung oder die Betätigung einer Richtungstaste veranlasst den Mauscursor, dorthin zu laufen. Je nach Intention bewegt sich sich Cursor hoch, runter, links, rechts oder gar diagonal
  • Die Kinn-Maus wendet sich hingegen an Personen, welche die Maus mit dem unteren Gesicht bedienen müssen, da ihnen die Nutzung per Hand nicht möglich ist. Dabei wird das Gerät mit Hilfe eines Mini-Joysticks bedient, dieser simuliert die klassischen Mausklicks. Beispielsweise aktiviert das Loslassen des Kinnsticks die linke Maustaste. Mit regelmäßiger Übung können die Nutzer erstaunliche Arbeitsgeschwindigkeiten erreichen.

Sprachsteuerung als Alternative

Als Alternative zu dem vorgestellten Mausersatz hat sich in den letzten Jahren die Sprachsteuerung etabliert. Und das nicht nur am PC – digitale Assistenten von Google und Amazon erobern am Ende dieses Jahrzehnts den Markt. Obgleich noch nicht komplett ausgereift, etabliert der verbale Ansatz eine innovative Art der Steuerung von Haushalt und Rechner.

Die Spracherkennung und Sprachsteuerung hilft dabei Menschen mit taktilen Defiziten deutlich weiter und gewährt ihnen nahezu vollständigen IT-Zugang. Ohne eine gewisse Einübungszeit und Lernprozesse geht es allerdings nicht. Neue Techniken erfordern Umgewöhnung, Geduld und Einarbeitung, das gilt für jung und alt.

Überblick weiterer Hilfen und Fazit

Abseits der im Artikel vorgestellten Mittel existieren weitere Hilfen für Menschen im Seniorenalter. Sie unterstützen im Alltag, zu nennen sind etwa:

  • Hörgeräte
  • Rollstühle
  • Rollatoren
  • Prothesen
  • Flurfahrstühle
  • Gehstöcke
  • E-Bikes
  • Soziale Betreuungs- und Hilfsangebote

Allen unterstützenden Maßnahmen und Geräten ist Folgendes gemein: Sie bringen einen Teil der verlorenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zurück. Und das ist wichtig, denn ob durch einen Unfall, den ganz normalen Alterungsprozess oder als Folge einer ernsthaften Erkrankung – der Verlust der körperlichen und kognitiven Funktionen markiert einen gravierenden Einschnitt in die Lebensqualität und das Leistungsvermögen.

Doch mit gezielten und dem Alter angemessenen Hilfen wird es möglich, wieder besser am Leben zu partizipieren. Sei es beruflich oder in der Freizeit des verdienten Rentenalters.