Arbeit und Gesundheit sinnvoll verbinden, dabei leistungsfähig bleiben, ohne die eigenen Bedürfnisse zu verleugnen. Dieser Zustand ist fast immer das Ziel eines bewusst lebenden Menschen, der zudem effektiv im Beruf arbeiten will.

Die Ergonomie am Arbeitsplatz spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie beschäftigt sich damit, wie Geräte und Arbeitsabläufe des Arbeitslebens optimal angepasst werden können, sodass sie auf die die Belastbarkeit des menschlichen Körpers Rücksicht nehmen.

Dabei spielt die langfristige Sichtweise ein Rolle. Kurzfristige, zeitlich begrenzte Belastungen, etwa bei ungünstigen Temperaturen an sehr heißen Tagen, sind meist leicht zu kompensieren.

Hingegen wirken sich die langfristigen Folgen einer nicht ergonomischen Arbeitsumgebung leistungsmindernd, physisch und psychisch belastend sowie oft motivationshemmend aus. Im schlimmsten Fall spielen ungünstige Bedingungen im Job eine gewichtige Rolle bei der Entstehung und Verstärkung von divesen Erkrankungen.

Ergonomie als wichtiger Teil der Arbeitswissenschaft zielt somit immer auf Prävention und Intervention im Sinne des Menschen. Die Ausstattung einer professionellen Arbeitsstelle sollte einen möglichst benutzerfreundlichen, körpergerechten und optimiertn Charakter aufweisen.

Arbeitsplatzergonomie im Büro und zu Hause – jetzt informieren und anfangen

Zahlreiche Faktoren können der Arbeitsleistung im Arbeitsverhältnis und dem Wohlbefinden zu- oder auch abträglich sein.

Während ergonomisch orientierte Großbetriebe meist alle Aspekte bedenken, gilt für Selbstständige zu Hause und daheim Tätige oft das Prinzip der kleinen Schritte.

Wer anfangen möchte, seinen Bildschirmarbeitsplatz zu verbessern, findet auf dieser Website Tipps & Artikel, um sich grundlegend zu informieren. Dazu treten genau beschriebene Angebote, die verglichen und diskutiert werden.

Nicht alles ist zu Hause oder im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses finanziell sofort machbar, aber selbst erste Änderungen können gesundheitliche Fortschritte bewirken.

Jeder Schritt zählt, denn statistisch gesehen lässt sich jede vierte Krankschreibung im Beruf auf diverse Probleme am Muskel-Skelett-System zurückführen – ein sehr hoher Wert.

Abbildung: eine optimiete und moderne Büroarbeitstelle

Im Idealfall hält die Ergonomie in den Alltag Einzug, gilt als gesunde Selbstverständlichkeit,sowohl in der Firma als auch im Home Office

Was ist Ergonomie eigentlich?

Für Neulinge ergibt sich anfangs oft die Frage, was Ergonomie eigentlich genau darstellt und konkret bedeutet. Als Teildisziplin der Arbeitswissenschaft befasst sich die Ergonomie mit der optimalen Anpassung der technischen Geräte und der Umgebung an die werktätigen Menschen.

Ziel ist es, eine effiziente und fehlerfreie Arbeitsausführung zu gewährleisten. Das Personal sowie die Tätigen zu Hause sollen Tag für Tag vor gesundheitlichen Schäden geschützt werden, Stichwort: Humanisierung.

Die Orientierung an den Bedürfnissen von Individuen ist besonders wichtig, wenn gleiche oder ähnliche Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum vollzogen werden. Um so dringender der bestmögliche Schutz und der an den menschlichen Ansprüchen orientierte Charakter einer professionellen Tätigkeit.

Der Begriff Ergonomie beinhaltet die griechischen Wörter ergon (Arbeit, Werk) sowie nomos (Gesetz, Regel). Die International Ergonomics Association definiert daher die Ergonomie als:

Lehre von der menschlichen Arbeit und die Erkenntnis ihrer Gesetzmäßigkeiten

Vorteile und Nutzen

Was lässt sich über die Folgen und über die Vorteile von mehr Ergonomie am Arbeitsplatz sagen, welche Ziele sollen erreicht werden?

  • Eine qualitativ hochwertige Gestaltung der Arbeits- und Büroräume wirkt Beschwerden entgegen und hat den Menschen mit seinen Bedürfnissen sowie die Verbesserung der Effizienz im Auge.Ein optimierter Bildschirmarbeitsplatz kann zum Beispiel in IT-Betrieben als Indikator für Professionalität gesehen werden
  • Es gilt allgemein die Erkenntnis von Forschungen aus der Arbeitswissenschaft, dass vor allem gesunde, stabile und zufriedene Arbeitnehmer/Arbeiter über einen längeren Zeitraum gute bis sehr gute Leistungen bringen. Daher gewinnt ein Unternehmen perspektivisch an Wirtschaftlichkeit, wenn es auf die ideale Symbiose von Mensch und Arbeitsmitteln achtet. Dies lässt sich durchaus als Win-Win-Situation einordnen
  • Ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze sparen Zeit und reduzieren die Fehlerquote
  • Allgemeine positive Effekte: Zufriedenheit, Gesundheit & Motivation
  • Gesteigerte Leistung, Effektivität und Effizienz
  • Weniger Krankheitstage
  • Die Mitarbeiter spüren mehr Wertschätzung und Respekt
  • Präventiver Aspekt mit langfristiger Perspektive, der mehr Planungssicherheit für alle Beteiligten bedeutet
  • Allgemein: Die humane Gestaltung des Settings gilt als Teil der Prozessoptimierung in Betrieben

Prävention und Intervention

Garantiert die inhaltliche Kompetenz, dass man in seinem Job bzw. in seinem Arbeitsverhältnis seine Berufung gefunden hat und somit motiviert arbeitet, so erhält und verbessert die ergonomische Optimierung diese Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig schützt die körpergerechte Gestaltung der Arbeitsmittel die Gesundheit des Nutzers.

Ein Defizit an Ergonomie ist mittel- sowie langfristig mit einem Verlust an Effektivität und Effizienz verbunden. Bei einer finanziell wichtigen Anstellung wird dies perspektivisch zu einer Belastung, weil die Planungssicherheit im Leben in Frage steht.

Die Investitionen in ein gesundes Büro und einen hochwertigen Bildschirmarbeitsplatz fördern und motivieren nicht nur die Arbeitnehmer, sondern generieren auch für den Arbeitgeber positive Effekte. Gesunde und zufriedene Mitarbeiter bewirken bessere Resultate und leisten damit einen wichtigen Anteil beim Gewinn eines Betriebes.

Kleiner Ergonomie am Arbeitsplatz Ratgeber

Wer sich informieren will, dem bietet der folgende kleine Ratgeber eine erste grobe Orientierung und Startbasis. Er ermöglicht den kurzen Check der eigenen Arbeitssituation – was ist vorhanden, was nicht? Vertiefte Hinweise bietet die Ergonomie Checkliste.

Diese Aspekte sind bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung zu beachten:

  1. Individuelle Anpassbarkeit des Mobiliars: Idealerweise sind Stühle und Arbeitstische in der Höhe (und im Winkel) verstellbar, damit die Nutzer eine für sie angenehme und den Rücken schonende Haltung bei der Arbeit einnehmen können. Bürostühle sollten neben viel Bewegungsfreiheit vor allem eine aufrechte und die Wirbelsäule stützende Arbeitsposition sicherstellen.
  2. Gelenkschonende Arbeitsmittel: Das spezielle Design ergonomischer Mäuse und Tatstaturen schont Handgelenke, Arm und Muskeln, indem es unnötigen Druck auf Hand und Extremitäten verringert.
  3. Ordnung und Struktur: Besteht ein durchdachtes Ablage- und Verwaltungssystem? Wenn ja, sind alle Fächer für jeden gut erreichbar? Dieser Aspekt erleichtert den Arbeitsfluss, er sorgt dafür, dass der Schreibtisch nicht überfüllt ist und die Menschen ablenkt. Der Arbeitsplatz sollte zudem so gestaltet sein, dass er individuelle Ordnungs- und Anpassungsmöglichkeiten ermöglicht, Ziel ist eine individuelle Adaption an unterschiedliche Bedürfnisse.
  4. Optimierung der Lichtverhältnisse: Die beste ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz stellt ein gesunder Mix aus Tageslicht, indirekter und direkter Beleuchtung dar, welcher im Idealfall verstellbar ist. Dabei ist es wichtig, dass das Licht seitlich auf den Arbeitstisch fällt und in seiner Stärke dem natürlichen Tageslicht entspricht.
  5. Die Verhaltensebene der Arbeitsplatzergonomie: Jemand, der auf seine Gesundheit bei der Büroarbeit achtet, sollte sich selbst immer wieder überprüfen: „Mache ich genug Pausen, existiert ein Ausgleichssport, leidet die Ernährung unter zu hoher Arbeitsdichte?“ All das sind relevante Aspekte, welche auf der Ebene des Verhaltens anzusiedeln sind. Ergonomie reduziert sich somit nicht nur auf das Inventar und die Umgebung, der Mensch selbst ist Teil einer gelingenden Arbeitsplatzgestaltung. So sollte man sich zum Beispiel immer wieder kurz bewegen, um der chronischen Bewegungsarmut im Büro vorzubeugen.
  6. Qualität und Flexibilität der Bildschirme: EDV-Tätigkeiten belasten die Augen. Um so wichtiger ist die Hochwertigkeit der Monitore. Dabei sind Neigungswinkel, Auflösung, gute Kontrastwerte und erneut die Adaption an die individuelle Bedürfnisse entscheidend.
  7. Luftqualität, Sonnenschutz und Pausen: Das „Betriebsklima“ ist doppelt wichtig – werden Pausen- und Arbeitszeiten eingehalten, bekommen die Menschen die nötige Erholung und somit den wichtigen Ausgleich zur professionellen Tätigkeit? Frische Luft ist für die Leistung und das Wohlbefinden ebenso wichtig, wie eine angemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit. In diesem Zuge ist vor allem im Hochsommer ein Sonnenschutz hilfreich. Hinweis: Auch die Farbkomposition des Arbeitsplatzes kann die Augen beruhigen oder stressen.
  8. Raumgestaltung und – größe: Ein ergonomischer Arbeitsraum bietet möglichst viel Bewegungsplatz und Greifräume. Auf physischer und emotionaler Ebene sollten sich die Menschen nie eingeengt fühlen. Zudem ermöglicht ein großzügiger Büroraum, dass Objekte, Arbeitsmaterialien und Hilfsmittel optimal angeordnet werden und stets leicht erreichbar sind. Diese Bewegungsfreiheit hilft dem arbeitenden Menschen dabei, gesund zu bleiben – der Raum als Kontextfaktor spielt somit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ganz konkret wird es als wichtig erachtet, mit dem Bürostuhl zurückfahren zu können, ohne dabei direkt an der Wand, bei einem Kollegen oder einem Schrank zu landen. Ein Büroraum benötigt passende „Auslaufzonen“.
  9. Reck- und Streckmöglichkeiten: Idealerweise lassen sich zudem beide Beine unter dem Tisch ohne Hindernisse ausstrecken. Je mehr Reck-und Streckraum für die Extremitäten, um so besser für den Kreislauf, Muskeln und Skelett. Hier trifft die Ergonomie erneut auf die konkrete Anordnung des Inventars in einem Büro- und Arbeitszimmer.

Doch auch der Kontext des Büroraums, beziehungsweise der Charakter der unmittelbaren Umgebung spielt für die Menschen gesundheitlich eine Rolle. Es lassen sich somit einzelne ergonomische Themen isoliert betrachten, dennoch spielen in der konkreten Situation am jeweiligen Arbeitsplatz immer viele Faktoren eine Rolle.

Selbstverständlich profitieren die Mitarbeiter in der industriellen Fertigung ebenfalls von ergonomischen Methoden wie dem Sitz-Steh-Arbeitsplatz. In allen Situationen, in welchen es der Fertigungsprozess zulässt, sollte man den Wechsel zwischen sitzender und stehender Tätigkeit am Arbeitstisch ermöglichen.

Die ganzheitliche Sichtweise – weitere Einflüsse am Arbeitsplatz

Die ergonomische Gestaltung der Arbeitssituation in einem Beschäftigungsverhältnis zeigt sich somit als komplexes Thema, das im Blog immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird. Einige Beispiele für die ganzheitliche Perspektive:

  1. Eine positive Interaktionskultur sowie eine wohltemperierte und Lärm reduzierte Umgebung wirken sich leistungsfördernd aus. Krach, Extremtemperaturen, unangeenhme Gerüche und eine konfliktreiche Kommunikation bewirken das Gegenteil – sie gelten ala explizite Stressoren.
  2. Arbeitsorganisation und das Personalwesen spielen natürlich ebenfalls in das Gesamtsetting am Arbeitsplatz hinein.
  3. Mitunter gehen einfache und naheliegende Themen verloren: Mitbestimmung, sinnvolles Zeitmanagement, berufliche Perspektiven und eine respektvolle Kommunikation stellen einen integralen Bestandteil des Betriebsklimas dar. Es wirkt sich deutlich auf Wohlbefinden und Motivation aus.

Ergonomische Forderungen der Arbeitswissenschaft

Ziel ist es aus Sicht der Arbeitswissenschaften, dass eine nach ergonomischen Prinzipien optimierte Tätigkeit folgende Qualitätskriterien erfüllt:

  • erträglich
  • schädigungslos
  • ausführbar
  • beeinträchtigungsfrei
  • persönlichkeitsfördernd

Rechtliche Vorgaben – Arbeitgeber in der Pflicht

Wer sich für die Gesetzgebung und Leitlinien interessiert, trifft auf eine Vielzahl von gesetzlichen Verordnungen zur Ausgestaltung des Tätigkeitsbereiches. Die folgenden Paragraphen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dienen aber der ersten Orientierung, um sich im Beschäftigungsverhältnis ein gutes Bild machen zu können.

1. Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

  • § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
  • § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen
  • § 6 Dokumentation

2. Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)

  • § 3 Beurteilung der Arbeitsbedingungen
  • § 5 Täglicher Arbeitsablauf

3. Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

  • § 6 Arbeitsräume, Sanitätsräume, Pausen- und Bereitschaftsräume, Erste-Hilfe-Räume, Unterkünfte
    Normen

Weitere Regelungen bieten diese Normen:

  • DIN EN ISO 9241: Ergonomie der Mensch-System-Interaktion (Bildschirmarbeitsplätze)
  • DIN EN ISO 10075: Ergonomische Grundlagen psychischer Arbeitsbelastung

Gesundheitliche Probleme bei der EDV- und Büroarbeit

Viele Fragen zum Thema Ergonomie beziehen sich häufig auf den richtigen Zeitpunkt, um den Büroarbeitsplatz zu verbessern. Sie tauchen meist dann auf, wenn ein Nutzer Belastungen spürt und über erste Probleme klagt. Um die Ursachen dieser Probleme zu beantworten, ist der Blick auf einen normalen Tag am Bildschirmarbeitsplatz hilfreich.

Wie sieht die Realität vielerorts eigentlich aus? Meist sitzt ein Mensch im Büro oder der Selbstständige zu Hause mehr als acht Stunden vor dem Bildschirm. Oft in der gleichen Stellung, ein monotones Arbeitsverhältnis, gekennzeichnet durch chronische Bewegungsarmut und einseitige Belastungen.

Dies Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Somit steigt das Risiko einer gesundheitlichen Schädigung, wenn die Arbeitsstelle nicht mit dem Benutzer harmoniert und auf seine Bedürfnisse eingeht. Dazu zählt ebenso, dass bewusst Erholungsphasen eingehalten werden.

Abbildung: Stress auf der Arbeit

Eine gesunde Gestaltung des Büros ist ebenso wichtig, wie das Entspannen und Relaxen in der Freizeit zum Ausgleich

Doch wie anfangen? Der Einstieg gelingt dann am besten, wenn man auf das achtet, was man direkt vor der Nase hat und was bei der eigenen Tätigkeit zum Einsatz kommt.

Wie oben skizziert sind dies oftmals Stuhl, Tisch und Computer. Diese Komponenten sollte in Abstand, Höhe und Winkel optimal auf die jeweilige Person ausgerichtet sein und sich einfach anpassen lassen – der Sitz muss stimmen.

Maus und Tastatur können zudem, je nach Qualität, die Arbeit beschleunigen oder im negativen Fall behindern. Folgende gesundheitliche Probleme am Büroarbeitsplatz sind allgemein bekannt

Folgen einer unergonomischen Arbeitsplatzgestaltung

Folgt die Arbeitsgestaltung keinen ergonomischen Hilfen und Tipps, dann erhöht sich das Risiko für vielfältige Probleme und Erkrankungen. Sicher entstehen nicht alle Beeinträchtigungen sofort, in mittel- und langfristiger Sicht steigt das Risiko einer Arbeitsplatzerkrankung aber deutlich. Deshalb sollten Nutzer rechtzeitig auf Kleinigkeiten reagieren und diese als Warnsignal ernst nehmen.

Zu häufigen Symptomen zählen Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterleiden, Probleme des Handgelenkes, Spannungsgefühle sowie allgemeines Unwohlsein. Flimmernde Monitore sorgen zusätzlich häufig für Kopfschmerzen, überforderte Augen und Einschränkungen der Konzentration.

Wer vor dem Auftreten dieser „Bürokrankheiten“ handeln will, tut gut daran, Leistung, Gesundheit und Qualität des Büros als zusammenhängenden Komplex zu betrachten. Ergonomie reduziert sich nicht auf richtiges Sitzen, sondern thematisiert das gesamte berufliche Setting in Hinblick auf den Nutzen für den Menschen.

Zusammenfassender Überblick: mögliche Folgen eines nicht optimierten Arbeitsplatzes auf körperlicher und mentaler Ebene

  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Beschwerden im Arm
  • RSI
  • Arthrose der Hand und der Fingergelenke
  • Kreuzschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schmerzende und „schwere“ Beine
  • Herz-/Kreislaufstörungen
  • Schlechtere Durchblutung des Gehirns
  • Sehstörungen und Reizungen des Sehapparates – Office Eye syndrom
  • Ohrengeräusche
  • Schluckbeschwerden
  • Konzentrationsstörungen und Motivationseinschränkung
  • Leistungsabfall
  • Verminderte Herzleistung
  • Ischias Bschwerden
  • Hämorrhoiden
  • Venen- und Lymphstau
  • Muskelschwund
  • Muskelverkürzung
  • Verlust von Agilität und Beweglichkeit
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Niedergeschlagenheit
  • Beeinträchtigung der Fitness

Optimierung des Bildschirmarbeitsplatzes

Vergleichsweise neue Themen kommen häufig in Wellen daher oder besser gesagt: Sie gelangen etappenweise in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und verändern in der gestarteten Diskussion ihre Dimensionen. Das gilt ebenso für den Komplex Bildschirmarbeitsplatz, denn ein Großteil aller Büroarbeiten wird heute am Computer ausgeführt.

Das gesamte EDV-Setting – die Geräte, das Sitzen, die Qualität der Bildschirme, sowie die Position im Raum, spielen somit bei dem Prozess der Optimierung und der menschenfreundlichen Gestaltung zusammen.

Als Basis sind flimmerfreie und gestochen scharfe LCD-Displays zu nennen. Doch deren falsche Aufstellung kann unangenehme Folgen nach sich ziehen: Beachten Sie vor allem die Höhe des Bildschirms im Bezug zum Nutzer.

Die Sehachse entspannter Augen ist leicht nach unten geneigt, daher sollte sich die Oberkante des Bildschirms etwas unterhalb der Augenhöhe befinden. Erst dann kann von einer funktionalen und ergonomischen Bildschirmhöhe gesprochen werden.

Ein modernes Büro

Ergonomischer Arbeitsplatz mit modernem Charakter, auch in Räumen mit vielen Menschen lassen sich Optimierungen umsetzen

Zu hohe Positionen der Monitore bewirken oftmals eine schmerzhafte Überstreckung der Halswirbelsäule. Fällt der Standpunkt hingegen zu niedrig aus, dann klagen die Nutzer über Verspannungen in Hals und Schulter. Die Augenmuskulatur leidet ebenfalls, weil sie überlastet wird.

Achten Sie auf diese Warnsignale. Professionell geeignete Bildschirme lassen zudem nach vorne und hinten neigen, damit sich das Auge nicht permanent an die sich ändernde Entfernung beim Lesen auf dem Display anpassen muss. Individuelle Präferenzen, die Monitorgröße, die eigene Sehstärke und die zu bearbeitenden Aufgaben spielen zusammen.

Es lohnt sich, etwas zu testen und für sich das beste Setting am Bildschirmarbeitsplatz zu finden. Schnell wird klar, dass sich der humane Blick auf den Menschen und seiner immanenten Grundbedürfnisse nicht mit Überlegungen zur Effizienzverbesserungen im Job beißt.

Aktivität und Bewegung bei der Arbeit – der eigene Beitrag

Eine gesunde Körperhaltung zu erlernen und umzusetzen, das ist im Alltag gar nicht so leicht. Optimierte Produkte jeglicher Art (Stühle, Sessel, Sitzhocker& Kniehocker) ermöglichen natürlich eine spürbar verbesserte Arbeitsposition, doch ohne die Integration der eigenen Verhaltensebene wird das Potenzial nicht voll ausgeschöpft.

Das Problem: Für die Rückenmuskulatur ist es zum Beispiel günstiger & förderlicher, die eigenen Bewegungen und Arbeitshaltungen kontinuierlich zu variieren. Aktivität ist immer besser, als sehr lange Zeit rigide in einer angeblich schonenden Körperhaltung zu verharren.

Eine gute Haltung verliert langfristig ihren positiven Effekt, wenn sie starr eingenommen wird! Somit sind besonders jene ergonomischen Produkte als empfehlenswert zu betrachten, die neben einer guten Position viel Bewegung und körperlichen Freiraum ermöglichen.

Menschen und ihr Körper wollen und müssen bewegt werden, daran ändert ein hochwertig optimiertes Inventar mit einem perfekten Sitz zunächst wenig. Zu einer förderlichen Ausstattung tritt stets die Notwendigkeit, sich möglichst viel zu bewegen, Pausen einzulegen und die Haltung beizeiten zu variieren.

Dies hat zur Folge, dass sich in den letzten Jahren die Lehrmeinung im Hinblick auf die Büroarbeit gewandelt hat: Eine optimale Haltung ist immer ein Fortschritt, die Forderung nach Bewegung ist dabei kein Gegensatz.

Somit spielt im ergonomischen Fortschritt der Mensch sowie sein Verhalten ebenso eine gewichtige Rolle wie der optimierte Stuhl, Schreibtisch usw. – ein im Idealfall symbiotischer Effekt.

Kindheit und Jugendalter als Themenfeld

Die Forschung widmet sich jetzt auch den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen

Oft vergessen: Auch Kinder und Jugendliche in Schule und Ausbildung sind an ihrem Arbeitsplatz Belastungen ausgesetzt, sie rücken stärker in den Fokus ergonomischer Überlegungen

Derweil rücken bei ergonomischen Überlegungen zur Arbeitsplatzgestaltung verstärkt Kinder und Jugendliche ins Zentrum moderner Ansätze zur körpergerechten Einrichtung des Arbeitsbereiches.

Besonders sie verbringen viel Zeit am Schreibtisch und benötigen durch ihr Wachstum und ihr Temperament geeignetes Inventar, um in Schule und Ausbildung eine faire Chancen zu bekommen. Ein modernes Kinderzimmer beinhaltet mit Schulbeginn oftmals einen Bildschirmarbeitsplatz, dessen richtige Nutzung natürlich erlernt werden will.

Ein Gespür für Körper, Leistung, Humanität und Ausstattung entwickeln, das stellt die Aufgabe der Zukunft dar. Der Präventionsgedanke spielt für Jungen und Mädchen eine gewichtige Rolle, im Schwerpunkt Ergonomie für Kinder werden einige Möglichkeiten dargestellt.

Jetzt anfangen: den Arbeitsplatz ergonomisch verbessern

Fazit: Die Arbeitsplatzergonomie ist nicht ein für alle Zeiten definierter Begriff, sondern markiert einen auf bessere Gesundheit abzielenden Prozess mit den Menschen diverser Altersstufen im Mittelpunkt. iele Ideen entwickeln sich noch, manche Ansätze benötigen Zeit, um sich zu etablieren.

Jeder, ob Firma oder Selbstständiger zu Hause kann daran teilhaben. Der körperorientierte und optimierte Arbeitsplatz entwickelt sich zu einem bedeutsamen Faktor wirtschaftlich-durchdachten Arbeitens; moderne Arbeitsplatzgestaltung eint den Leistungsgedanken mit humanen Prinzipien.

Oft entpuppt sich im Berufsalltag der Start als schwierigster Schritt einer zeitgemäßen Arbeitsplatzgestaltung. Nicht selten wird das sensible Thema erst dann behandelt wird, „wenn Zeit dafür ist“ oder massiv von den Mitarbeitern über Gesundheitsprobleme geklagt wird.

Wer als Individuum nicht nur auf seinen Arbeitsoutput, sondern zudem sensibel auf sein gesundheitliches Wohlbefinden achtet, leistet seinen Anteil, damit das Arbeitsverhältnis erfolgreich länger besteht.

Mitunter schreckt das komplexe Themenfeld vor allem Mittelständler ab, weil für kleine Betriebe und Selbstständige nicht alles sofort machbar ist. Wer ein nutzerfreundliches und zeitgemäßes Bürozimmer als Zielvision versteht, lässt sich davon nicht so leicht abbringen. Man beginnt mit kleinen Änderungen, evaluiert diese und bleibt umgangssprachlich formuliert „am Ball“.

Endlich anfangen, sich zu informieren und anschließend den Start wagen, das markiert den ersten Schritt zur Professionalisierung des Arbeitsplatzes in Büro und Betrieb.

Interesse am Komplex Ergonomie, das signalisierte eine generelle Offenheit in Hinblick auf die produktive Koexistenz von Arbeit, Leistung und menschlichen Gesundheitsbedürfnissen.

Grafik: zu den ergonomischen Angeboten und Produkten

Eine Auswahl geeigneter Hilfen und Optimierungen für Büro und Heimarbeitsplatz