Notebooks sind beliebt, sowohl im privaten als auch im professionellen Rahmen. Sie sind oft günstig zu erwerben, leicht und mobil.

Ihre Leistungsstärke hat über die Jahre kontinuierlich zugenommen, so dass Laptops so gut wie alle professionellen Anforderungen an einen Rechner erfüllen.

Ein „Arbeitsplatz“ zum Mitnehmen, schnell und flexibel bereit beim Kundeneinsatz vor Ort. Auf dem Weg zur Arbeit tätig sein, das zählt zu den Stärken mobiler Geräte. Schwächen weisen sie hingegen unter dem Blickwinkel der Ergonomie auf.

Ergonomie Probleme des Notebooks

Aus ergonomischer Sicht existieren folgende explizite Probleme: Der Anwender sitzt bei Arbeit meist nach vorne gebeugt und balanciert das Laptop auf den Knien.

Ein längeres Verharren in dieser Position führt mittel- und langfristig zu Verspannungen, Rückenproblemen und einer Menge Symptome, die aus einer schlechten und belastenden Arbeitshaltung resultieren.

Notebook-Nutzer klagen daher häufig über Schulter- und Rückenschmerzen. Zudem wird ein Laptop trotz seiner Mobilität oftmals statisch daheim genutzt, sei es privat oder beruflich. Er verdrängt damit das traditionelle PC-Setting, welches bis dahin unter dem Blickwinkel der Gesundheit besser optimierbar war.

Die instabile Haltung, die zudem konzentriertes Arbeiten nicht wirklich ermöglicht, führt mitunter dazu, dass ein Notebook aufgrund verdeckter Lüftungsschlitze überhitzt.

Weitere ergonomisch nicht umsetzbare Aspekte sind zu bedenken:

  1. Der Notebookbildschirm kann nicht flexibel in der Höhe und Ausrichtung eingestellt werden
  2. Bildschirm und Tastatur sind verbunden, das verhindert das Einstellen des idealen Sehabstands
  3. Notebooktastaturen sind nicht ergonomisch geformt und recht klein. Das Tippen wird schnell anstrengend, was im professionellen Einsatz hinderlich ist und die Effizienz mindert

Gesundheitliche Probleme bei der Laptopnutzung

Generell gilt: Je mehr Zeit am Notebook verbracht wird, desto mehr steigen die Risiken an. Zu nennen sind folgende körperliche und geistige Symptome:

  • Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen, wenn ein Laptop zum Beispiel immer auf den Knien liegt und sich der Nutzer bei der Arbeit stets vorbeugt
  • Fehlhaltungen durch mangelhafte Ausrichtung von Bildschirm und Tastatur; die Einstellung der Höhe und die Justierung des individuellen Sehabstands ist nicht möglich. Somit fällt der Blickwinkel nicht optimal aus
  • RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury), umgangssprachlich als Mausarm oder Sekretärinnenkrankheit bekannt
  • Problematisch zudem die negative Zeichendarstellung: Darunter versteht man helle Buchstaben auf dunklen Tasten. Sie wird meist aus ästhetischen Gründen genutzt, erleichtert aber die Wahrnehmung nicht und verzögert den Workflow, der Stresslevel beim Nutzer steigt an
  • Belastung und Ermüdung der Augen durch das Stieren auf einen zu kleinen Bildschirm
  • Erschöpfung der Hände durch winzige Laptoptastaturen. Die Tastenmittenabstände sind geringer als bei normalen PC-Tastaturen. Dazu tritt die fehlende Neigung und die nicht vorhandene Handablagefläche – beides mündet darin, dass der Arbeitsfluss als unbequem wahrgenommen wird. In ungünstigen Fällen kann es zu einer Sehnenscheidenentzündung kommen

Möglichkeiten des Notebook-Einsatzes aus ergonomischer Sicht

Dosiert verwendet kann ein Notebook seine Stärken hingegen ausspielen. Beim Einsatz beim Kunden und als mobile Ergänzung zu einem nach ergonomischen Aspekten eingerichteten Arbeitslatz.

Zudem kann ein Notebook im Büro oder dem Home-Office mit externen Geräten „aufgerüstet“ und qualitativ verbessert werden.

Ein externer Monitor kann etwa beim Einsatz des Notebooks im Büro die nötige Anpassung des Bildschirmes an den User ermöglichen.

Notebook-Ständer* helfen zudem dabei, das Display auf die richtige Höhe zu bringen. Sie ermöglichen es, das Gerät an den individuellen Bedürfnissen des Nutzers auszurichten. Er muss die Nachteile dann nicht mehr mit ungünstigen Arbeitshaltungen kompensieren,

Einzelne ergonomische Anforderungen an einen gesunden Arbeitsplatz lassen sich somit umsetzen. Gezielte Anschaffungen können daher den gelisteten Laptop-Schwächen entgegen treten. Zudem sollte die Verweildauer am Gerät begrenzt werden, um dem Körper Bewegung und Abwechslung zu ermöglichen.

Fazit

Notebooks sind leistungsstark, preiswert, mobil und beliebt. Sie eigenen sich aus ergonomischer Sicht bedingt zum professionellen Einsatz und ergänzen ein ergonomisches Büro – ersetzen können sie es nicht. Zusatzgeräte können einige Belastungen abfangen und dabei helfen, haltungsbedingten Problemen vorzubeugen