Müde Augen sind ein ernstes Warnsignal. Sie entstehen durch Überlastung, reduziertes Blinzeln und monotones Arbeiten.

Meist werden erste Probleme mit den Augen leichtfertig abgetan, man wiegt sich in Sicherheit, da zu Beginn kein richtiger Schmerz, sondern nur ein undefiniertes Druckgefühl zu spüren ist.

Müden Augen vorbeugen

Doch wer langfristig gesund arbeiten will, sollte auf die Warnsignale müder Augen achten und bereits frühzeitig beginnen, etwas zum Schutz des Sehapparates zu unternehmen.

Vor diesem Schritt ist die Kenntnis der belastenden Bedingungen wichtig. Das Wissen um die Risikofaktoren zeigt jene Gegebenheiten an, die im Bereich der Ergonomie am Arbeitsplatz zu verbessern sind.

Daraus resultierend können anschließend geeignete Maßnahmen zur Schonung des visuellen Systems abgeleitet werden.

Ursachen gereizter und überforderter Augen

Müde Augen sind eine Stressreaktion auf unnatürliches Arbeiten, bzw. auf die eingeschränkte Position während der Bildschirmarbeit.

Normalerweise stiert der Mensch nicht permanent auf eine Stelle – wie eben bei der Bildschirmarbeit. Das ist das Problem der Monotonie des Blickes und der Bewegungsarmut des Sehapparates.

Die zweite Ursache klingt einfach, aber wirkt sich ebenso negativ aus. Wer den Bildschirm betrachtet, der blinzelt weniger, das Auge wird trocken und müde.

Folglich wird die infektionshinderliche Augenflüssigkeit weniger verteilt, das Auge trocknet sozusagen an und wird damit reizempfindlich, feuchtigkeitsspendende Augentropfen* kommen zum Einsatz.

Tipps gegen müde Augen

  • Regelmäßige Pausen (durchaus alle 20 Minuten), in denen man den Blick einfach mal weitläufig schweifen lässt, sind dringend anzuraten. Meist kommen diese im Arbeitsfluss zu kurz.
  • Idealerweise vertritt man sich draußen kurz die Beine, bringt den Kreislauf in Schwung und schnappt dabei frische Luft, die Augen erhalten dabei die nötige Abwechslung.
  • Die Hände von Zeit zu Zeit vor das Gesicht zu halten, die Augen schließen und einige Sekunden abschalten kann sehr entspannend wirken.
  • Regelmäßiges Blinzeln lässt sich zudem trainieren, auch wenn es sich zunächst kurios anhört. Augengymnastik (bewusstes Rollen und Hin- und Herbewegen) hilft ebenfalls.
  • Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Arbeitsraum sorgen, das beugt dem Austrocknen des Sehapparates vor.
  • Ebenfalls wichtig: Ist der Raum gut ausgeleuchtet? Denn zu dunkle Büros belasten die Augen ebenfalls
  • Wer bei der Arbeit nicht sitzt, sondern steht und dazu einen passenden Arbeitstisch hat, kann (und sollte) die Position zum Bildschirm häufig verändern, was der Monotonie positiv vorbeugt.

Warnsignale der Bildschirmarbeit verstehen

Letztendlich gilt es, vor dem Auftreten ernster Probleme, wie einer möglichen Entzündung des Sehapparates, die ersten Warnsignale wahrzunehmen – ein Gespür für Stress und nötige Pausen zu entwickeln.

Zunehmender Druck im Augenbereich, erste Rötungen oder ein schummriges Kopfgefühl haben einen expliziten Aufforderungscharakter, nehmen sie das Symptom und damit sich selber ernst und wirken sie müden Augen entgegen.

Eine Pause einlegen, die Augen schweifen lassen, sich etwas vertreten. Die Zeit, die man hier angeblich beim Arbeiten verliert, holt man durch die danach wieder gestiegene Belastungsfähigkeit wieder herein.

Macht man es richtig, dann spielen effizientes Arbeiten und Schonung der eigenen Ressourcen Hand in Hand.