Ich gehe draußen mal kurz frische Luft schnappen, diese Aussage und das gute Gefühl dabei kennt fast jeder. Und es macht deutlich, dass die Luft im Inneren meist schlechter ist als die Luft in der Natur. Denn die Hausmauern schützen nicht nur vor den Elementen, sie sperren unerwünschte Partikel und Gase gleichzeitig ein – die Kehrseite der Medaille.

Menschen verbringen über 80% ihrer Zeit in Innenräumen – sei es bei der Arbeit oder privat daheim. Genau das untermauert die Bedeutung der Luftqualität in geschlossenen Umgebungen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) fällt die Belastung der Individuen dabei 10-30 Mal höher aus außerhalb der jeweiligen Räume.

Eine saubere und hygienisch gute Umgebung stellt aber eine relevante Basis für Leistung und Lebensfähigkeit im Allgemeinen dar. Für sensible Menschen, Risikogruppen und besonders für Allergiker bewirkt die erhöhte Belastung von Raumluft ein Risiko in Hinblick auf Gesundheit und Lebensqualität.

Zu bedenken ist zudem der Erholungsaspekt, denn ein beschwerdefreies Leben benötigt erholsamen Schlaf. Reichen regelmäßiges Lüften und Zimmerpflanzen nicht mehr aus, um die bestmögliche Luftqualität zu garantieren, dann helfen leistungsstarke Luftreiniger weiter. Sie sind in der Lage, selbst kaum sichtbare Partikel, schädliche gasförmige Verbindungen und unangenehme Gerüche aus der Luft zu herauszufiltern.

Die Luftoptimierer kommen zudem oft zum Einsatz, wenn es in Altbauten sehr staubig ist oder die Luftqualität durch ungewöhnliche Situationen besonders belastet wird. Etwa durch eine Baustelle direkt vor dem Haus.

Im Folgenden werden die wichtigsten Eigenschaften von Luftreinigern vorgestellt. Es gilt, aktuelle Offerten sinnvoll zu vergleichen und dann die passende Wahl zu treffen. Konkrete Produktvorstellungen bieten darüber hinausgehend Lösungen für spezielle Zielgruppen und Situationen.

Luftreiniger: diese Merkmale helfen beim Vergleich

Luftreiniger* stellen technisch durchaus anspruchsvolle und mitunter kostspielige Helfer dar, um die Luft am Arbeitsplatz oder im heimischen Büro besser zu machen. Abseits des unterschiedlichen Preisniveaus unterscheiden sich die Luftwäscher in Hinblick auf Leistungsvermögen, Extras, Raumleistung, Technologie & Filtertechnik, Bedienung, Funktionen und Wartung.

Vergleicht man die Angebote, dann hilft ein Blick auf folgende Merkmale und Eigenschaften, um die individuell beste Lösung zu finden:

› Reinigungsleistung – die Raumgröße

Wie groß ist die Fläche bzw. der Raum, dessen Luft besser werden soll in Quadratmetern? Diese Frage steht immer im Vordergrund und sie wird von den Herstellern überwiegend mit konkreten Angaben beantwortet. Dabei ist es praktisch ratsam, einen gewissen Puffer einzuplanen.

Will man sich ein Luftreinigungsgerät für einen Raum von 20 Quadratmetern Grundfläche anschaffen, dann sollte man nach Produkten suchen, die zwischen 25 bis 30 Quadratmetern Leistung angeben.

› Filterungstechnik: Unterschiede zwischen Luftreiniger und Luftwäscher

Grundsätzlich sind die Typen Luftreiniger und Luftwäscher zu unterscheiden. In einigen Diskussionen werden die Bezeichnungen ähnlich oder gar synonym verwendet, doch es existieren Unterschiede.

Luftreiniger verwenden im Inneren hintereinander angeordnete und aufeinander abgestimmte Filter. Die einzelnen Filterschichten sind in der Lage, jeweils bestimmte Schadstoffe aus der Luft auszufiltern, sie verhalten sich passgenau. Zu unterscheiden sind die Teilkomponenten Vorfilter, Aktivkohlefilter, HEPA-Filter und eventuell noch ein UV-Filter. Im Vergleich zu Luftwäschern gelten die Luftreiniger als komplexe Geräte, die zudem Kleinstteile erfassen, welche die Wäscher nicht aus der Luft filtrieren können.

Je nach Anspruch, Preisniveau und verbauten Filterschichten kann sich die Leistung auch innerhalb der Gattung Luftreiniger spürbar unterscheiden. Prüfen Sie daher genau, welche Teile gefiltert werden und bei welchem Wert der Partikelgröße die Leistungsgrenze liegt. Die Angabe erfolgt in Mikrometer. Detaillierte und weiterführende Hinweise zum effizienten HEPA-Filter finden sich weiter unten in einem eigenständigen Kapitel.

Hingegen nutzen Luftwäscher Wasser zum Säuberungsvorgang. Sie bestehen mehrheitlich aus den Komponenten luftansaugender Lüfter, Wasserwanne und Walze. Die Walze setzt sich aus mehreren nebeneinander angeordneten Scheiben zusammen.

Im Zusammenspiel dieser Komponenten wird die Luft aus der Umgebung angesaugt. Sie passiert dann die sich langsam drehende Scheibenwalze, die zu etwa 50% in der Wasserwanne angeordnet ist. Gleitet die verschmutzte Luft an der Walze entlang, dann wird ein Teil der darin enthaltenen Verunreinigungen mittels Wasserfilm gebunden und kurz darauf in der Wasserwanne abgewaschen. Die saubere Luft kehrt abschließend in den Raum zurück.

Als Vorteil zeigt sich, dass die Nutzer keine Filter wechseln bzw. nachkaufen müssen. Andererseits arbeiten Luftwäscher etwas „gröber“, sie erfassen Partikel bis 10 Mikrometer. Damit binden sie bereits alle Pollen, jedoch nicht kleinste Feinstaubpartikel und winzige Bakterien.

Gemeinsam ist beiden Typen das Ziel, die Raumluft auf sehr hohem Niveau zu verbessern und somit Belastungsquellen für Mensch und Tier abzubauen.

› Design und Spezialisierung

Das Design spielt vor allem dann eine Rolle, wenn der Reiniger in Räumen mit repräsentativen Zwecken zum Einsatz kommt und zum Gesamteindruck passen muss. Dieser Aspekt gilt auch für schöne Wohnräume daheim, die Anschaffung darf nicht zu groß und auffällig gestaltet sein, damit die gewünschte Optik erhalten bleibt.

Zudem ist beachten, ob das jeweilige Produkt als „reiner“ Luftreiniger bzw. Luftwäscher fungiert oder ob eine weitere Funktion integriert ist. Viele Modelle kombinieren den hygienischen Aspekt des Säuberns mit der Regulation der Luftfeuchtigkeit. Sie wirken gleichzeitig als Luftbefeuchter und schützen besonders im Winter vor zu trockener Zimmerluft.

› Stromverbrauch

Neben den Anschaffungskosten beim Kauf eines Luftwäschers sind die Folgekosten ein Thema. Da die Anschaffungen oftmals mehrere Stunden am Tag – teils sogar über Nacht – laufen, sind die anfallenden Stromkosten ein zu bedenkender Kostenfaktor.

Präferieren Sie am besten energiesparende Modelle. Die Hersteller weisen in ihren Produktbeschreibungen explizit auf diesen Vorteil hin, wenn sie ihn denn bieten. Strom wird ebenfalls gespart, wenn man als Nutzer die Wahl hat, den Luftreiniger in verschiedenen Leistungsstufen laufen zu lassen. Diese Funktion stellt bei modernen und empfehlenswerten Geräten ein Muss dar, denn aus Kostensicht gilt: Nur so viel Leistung wie nötig.

› Wartung und Reinigung

Generell bemühen sich die Anbieter, die Wartung und Pflege so einfach wie möglich zu gestalten. Achten Sie vor dem Kauf darauf, ob das Gerät Filter verwendet, welche regelmäßig gewechselt und somit eventuell nachbestellt werden müssen.

Zu erkennen ist dies einerseits an der Verfärbung der Filter, gute Produkte geben zudem einen Hinweis aus. Erfahrungsgemäß fällt ein Wechsel alle 6-9 Monate an, wobei dieser Wert natürlich vom Verschmutzungsgrad der Luft und der Intensität der Verwendung abhängig ist. Deutlich kürzere Wechselzyklen sprechen nicht für einen Erwerb.

Hinweis: Je nach dem verwendeten Material kann ein HEPA-Filter auch ausgewaschen und mehrfach wiederverwendet werden. Ein Neuerwerb findet dadurch seltener statt, was die Folgekosten reduziert.

› Geruchsentfernung

Nicht alle Modelle entfernen Gerüche. Spezielle Filterschichten – etwa aus Aktivkohle – helfen dabei, unangenehmen Geruch aus der Luft herauszufiltern. Dies macht beispielsweise in einem kleinen Raum mit vielen schwitzenden Menschen ebenso Sinn, wie beim Bezug einer neuen Wohnung, in welcher vorher ein starker Raucher gelebt hat.

Zudem spielt die eigene Sensitivität bezügliches dieses Thema eine Rolle. Sie legt fest wie relevant die Geruchssäuberung ist. Zu bedenken sind in diesem Zusammenhang bekannte Empfindlichkeiten gegenüber Tier- und Essensgerüchen.

› Lautstärke und Geräuschpegel

Sowohl im Büro als auch im Schlafzimmer stören zu laut arbeitende Reinigungsgeräte. Im ersten Fall leidet die Leistung, im zweiten Beispiel die Erholung. Idealerweise arbeitet ein Luftwäscher bzw. -reiniger generell sehr leise. Oder er bietet mindestens verschiedene Leistungsstufen an, sodass bei minderer Intensität die Geräusch fast völlig verschinden. Dieses Thema wird oft nicht bedacht, obwohl es in der Praxis eine deutliche – eben hörbare – Rolle spielt. Niemand will sollte bessere Luft mit einem erhöhten Geräuschpegel bezahlen.

› Display, Steuerung und Feedbackelemente

Hochwertige Luftreiniger bieten mehrere Stufen der Arbeitsintensität an und geben dem Nutzer via Display wertvolle Informationen über den aktuellen Luftzustand. Darauf basierend lässt sich die Leistung der Geräte mit der digitalen Steuerung anpassen.

Je praktischer und nutzerfreundlicher der Bedienungskomfort, um so weniger Zeit benötigt der Nutzer zum Einstellen seiner Luftverbesserer.

Produktvorstellungen

In den folgenden Abschnitten werden ausgewählte Luftreiniger und Luftwäscher vorgestellt. Sie eignen sich für die skizzierten Einsatzzwecke gut und bieten Lösungen in Hinblick auf Stromverbrauch, Filtern kleiner Partikel oder Preis.

Stromsparender Luftbefeuchter + Luftwäscher bis 40 Quadratmeter: Venta LW25

Eine Doppelfunktion erfüllt der hygienische Venta Luftwäscher LW 25: Er dient als einerseits als Luftbefeuchter für Räume bis 40 Quadratmetern. Diese Funktion macht vor allem im Winter Sinn, wenn in den Arbeitsräumen viel geheizt wird und die Luft dadurch zu trocken wird und Reizungen auslöst. Das Gerät schützt somit vor trockener Heizungsluft .

Luftbefeuchtung ist ein probates Mittel gegen eine ganze Reihe von Problemen der Luftqualität, welche aus dem Einsatz von Heizungen resultieren: Erkältungen und Reizhusten aufgrund ausgetrockneter Schleimhäute, Kratzen im Hals, verstopfte Nase, kalter Tabakrauch, trockene Haut, spröde Lippen, Hausstaub, Risse in Holzmöbeln, Parkettböden und Musikinstrumenten.

Die Funktion der Luftreinigung ist für Zimmer bis 20 Quadratmeter ausgelegt. Durch den Verzicht auf die Techniken des Zerstäubens und des Verdampfens wird die Gefahr der Überbefeuchtung umgangen. Auffällig niedrig gestaltete sich zudem der Stromverbrauch der 2in1-Kombination – er beträgt unter 10 Watt. Dieser vergleichsweise geringe Verbrauch hilft dabei, die Folgekosten einer Anschaffung möglichst gering ausfallen zu lassen.

Venta siedelt dieses Produkt im mittleren Preisniveau an. Technisch kommt dieses Angebot ohne Filtermatten aus, damit entfällt auch der Filterwechsel. Wasser wird zur Filterung und Reinigung verwendet, es bildet das zentrale Element, denn der Anbieter Venta setzt auf das Prinzip Luftbefeuchtung durch Luftwäsche.

Praktisch wird die schlechte Raumluft in das Gerät geleitet. Selbige passiert anschließend einen Plattenstapel, welcher im Wasser rotiert. Während dieses Vorgangs wird die Luft regelrecht gewaschen. Selbst kleine Partikel bis 10 µm (10 / 1000 Millimeter) verbleiben im Wasser.

Gleichzeitig verdunstet H2O an den Tauscherflächen, was die Umgebungsluft dosiert mit sauberer Feuchtigkeit anreichert. Venta nutzt dabei die Methode der Kaltverdunstung.

Das Gerät ist leicht zu reinigen. Per simplen Handgriff werden Elektrik und Ventilator für eine einfache Säuberung aus dem Gehäuse gehoben. Diese einfache Bedienung und Handhabung sowie der robuste Charakter machen den Venta Luftwäscher LW25 in anthrazit/metallicO zu einer langlebigen Option für kleine und mittlere Räume.

Details:

  • Befeuchterleistung für Räume: bis 40m²
  • Reinigungsleistung für Räume: bis 20m²
  • Netzspannung: 100-240V/50-60Hz
  • Drehzahlstufen: 3
  • Schallpegel: 25 / 37 / 42 dBA
  • Leistungsaufnahme (Stufe 1-2-3): ca. 3-5-8 Watt
  • Wasserinhalt: 7 Liter
  • Garantie: 2 Jahre

Allergiker Luftreiniger mit Nanotechnologie für große Räume bis zu 70m² – Philips HU5930/10

Philipps bietet mit seinem Philips HU5930/10 Luftreiniger ebenfalls ein Gerät an, welches nach dem Prinzip hygienische Luftreinigung und effiziente Luftbefeuchtung funktioniert und somit eine Doppelfunktion bietet.

Es ist für große Räume konzipiert und eignet sich im Größenbereich bis zu 70 Quadratmetern. Damit reinigt das Produkt große Räume und ganze Wohnungen. Da auch Kleinstpartikel gefiltert werden, profitieren u.a. Allergiker von der besseren Luftqualität, weil sowohl Feinstaub, Pollen als auch Bakterien aus der Raumluft entfernt werden.

Damit entfernt reduziert dieses Modell bis zu 500 Mal kleinere Partikel als herkömmliche Luftwäscher. Die Allergikerfreundlichkeit des Philips Luftwäschers wurde von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zertifiziert. Die hochwertigen Filter konnten in diesem Zuge alle Arten von Allergenen aus der Luft entfernen. Hinweis: Zu Geruchregulation ist dieses Gerät allerdings nicht gedacht, da keine Aktivkohle zum Einsatz kommt.

Bei der Reinigung werden hochwertige Filter genutzt: Der NanoProtect HEPA-Filter sorgt bei diesem Gerät* laut Philips für eine deutlich höhere Reinigungsleistung als herkömmliche Luftwäscher. Gleichzeitig werden laut Herstellerangaben 99% weniger Bakterien an die Raumluft abgegeben als bei Ultraschall-Luftbefeuchtern.

In Bezug auf die Befeuchtungsfunktion setzt das Modell mit der NanoCloud-Technologie auf das hygienische und das in Hinblick auf den Energieverbrauch sparsame Verfahren der natürlichen, kalten Verdunstung. Als Folge der schonenden Regulation befindet sich auch während des Winters die Luftfeuchtigkeit im geheizten Einsatzraum im gesunden Bereich.

Überzeugend gestaltet sich zudem der praktische Umgang: Sensoren und das digitale Display erleichtern die optimale Steuerung des Raumklimas, der Nutzer kann zudem zwischen verschiedenen Leistungsstufen auswählen. Vorteilhaft in der Nacht, wenn auf der niedrigsten Stufe das Betrieb sehr leise ausfällt.

Das digitale Touchscreen-Display stellt zudem sicher, dass der Käufer die Kontrolle über Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur hat. Zudem bietet die Steuerung eine Timerfunktion mit der Dauer von einer bis zu acht Stunden. Wenn die Filter gewechselt werden sollten, gibt das Display ebenfalls einen Hinweis aus.

Mit dem Schlagwort Easy Clean betont der Hersteller die problemlose Reinigung und Wartung des Befeuchtungselements, des Wasserbehälters und des Wassertanks. Dennoch sollte man das Einsetzen des Wasserbehälters zur Zimmerbefeuchtung sorgsam vornehmen, um kein Wasser zu verschütten.

Leistungsangaben:

  • Schafft bis zu 70m2
  • 500ml/h
  • Filtration von Partikeln bis zu 0,02 Mikrometern
  • Reinigungsleistung beträgt bis zu 140 m³/h CADR
  • Ziel-Luftfeuchtigkeit individuell nach Bedarf einstellbar (40% , 50%, 60%)
  • Lieferumfang: inkl. HEPA-Filter FY1114/10 und Luftbefeuchtungsfilter FY5156/10

Günstiger Luftreiniger mit Aktivkohle gegen Gerüche von Levoit

Der Levoit Luftreiniger Air Purifier* konzentriert sich auf die Aufgabe der Wäsche der Luft. Er bietet somit keine Feuchtigkeitsregulation.

Ausgesattet mit HEPA-Kombifilter & Aktivkohlefilter sowie 3-Stufen-Filterung für 99,97% Filterleistung wird die Luft von Schmutz- und Staubpartikeln gereinigt. Das im Vergleich günstige Angebot entfernt zudem unangenehme Gerüche: Fine Preliminary, Wahres HEPA und Aktivkohlefilter reduzieren unerwünschte oder gar aufdringliche Gerüche von Haustieren, Folgen von versehentlich angebranntem Essen oder Zigarettenqualm.

Für Großraumbüros ist das preiswerte Modell nicht konzipiert, es ist für kleinere Räume gedacht. Die Offerte eignet sich daher besonders für folgende Zielgruppen, welche die Luftqualität in einem überschaubaren Raum (Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Hobbyraum oder Küche) verbessern wollen.

  1. Allergiker oder Menschen, die an Nasenkatarrh leiden
  2. Raucher
  3. Menschen mit Hausstaubmilben-Allergie
  4. Tierbesitzer
  5. Babys
  6. Ältere Menschen

Das optisch sehr schick designte und unauffällige Gerät bietet drei Geschwindigkeitsstufen (niedrig, mittel und hoch), um sich den jeweiligen Anforderungen anzupassen. Leise fällt der Betrieb vor allem auf der niedrigsten Stufe aus. Zudem bietet es eine nützliche Nachtlichtfunktion mit 2 Helligkeitseinstellungen.

Filterleistung und Informationen:

  • Staub
  • Pollen
  • Rauch
  • Gerüche
  • Schimmelpilzsporen
  • Haustierhaare
  • Luftreiniger filtert Partikel bis 0,3 Mikrometer
  • Geräuschpegel: ≤50 dB, der Ppegel hängt von der Lüftergeschwindigkeit ab
  • Energieleistung: 25 W
  • CADR: 68m³/h ( 40CFM )

HEPA-Filter ermöglichen Luftreinigung auf höchstem Niveau

HEPA-Filter gelten derzeit als eine sehr fortschrittliche Technik, wenn die Luft mechanisch gereinigt werden soll. Entwickelt wurde der Ansatz bereits in den 40er Jahren. Die Abkürzung HEPA bedeutet High Efficiency Particulate Air und bescheinigt diesem Typ eine hohe Wirksamkeit beim Filtern von (kleinsten) Teilchen.

Kennzeichnend ist ein Wirrwarr an Filterfasern. Selbige fallen unterschiedlich stark aus, gleichzeitig sind sie chaotisch miteinander verwoben. Dies erhöht mittels Sperr-, Trägheits- und Diffusionseffekts ihre Filterleistung.

Überall dort, wo die Luft von kleinsten Schwebeteilchen gereinigt werden soll, macht der Einsatz Sinn. Viele Einsatzorte gehen somit über das heimische Zimmer oder das klassische Büro hinaus. Zu nennen sind:

  • Operationssäle
  • Intensivstation
  • Reinräume
  • Allgemeine Nutzung in Staubsaugern
  • Verwendung im Produkttytp Luftreiniger

In Europa sind Filter genormt; die jeweiligen Typen werden in die Filterklassen 1-17 eingeordnet. Je höher die Zahl, desto besser das Filtervermögen in Hinblick auf kleinste Teilchen. HEPA-Filter fallen in die Filterklasse 13 bzw. 14.

Größenangaben von belastenden Partikeln in der Raumluft

Somit beseitigen HEPA-Filter einen Großteil der unerwünschten Kleinstpartikel, nachdem der größere und meist gröbere Hausstaub bereits im Vorfilter abgefangen worden ist. Gebunden werden etwa:

  1. Bakterien (0,6 – 1,0 Mikrometer)
  2. Feinstaub (0,1 – 10 Mikrometer)
  3. Pollen (10 – 100 Mikrometer)

Hinweis: Viren können wegen ihrer sehr geringen Größe von nur 10-440nm nicht vom HEPA-Filter aus der Luft entfernt werden, hier liegt eine Grenze dieser Technik.

Grafik: Größe von belastenden Partikeln im Vergleich

Airborne-particulate-size-chart

Informationen zum Aufbau von HEPA-Filtern

Was für Materialien benötigt dieser Filtertyp genau? HEPA-Filter bestehen aus Zellulose, Glasfasern oder anderen synthetischen Stoffen. Dabei werden die anfangs sehr dünnen Filterschichten übereinander in mehreren Lagen angebracht.

Durch diese Vorgehensweise ist es möglich, eine große Filterfläche auf kleinsten Raum unterzubringen. Für den praktischen Einsatz werden die einzelnen Filtermatten gefaltet und in einen Filterrahmen gespannt.

Luftreinigung mit einem Ionisator – Pro und Kontra

Zur Säuberung der Atemluft mit einem Filter oder mit Wasser tritt mit der Ionisierung eine weitere Alternative, die bis zum heutigen Tage viel und bisweilen sehr kontrovers diskutiert wird.

Ein Ionisator zählt zur Gattung der Luftreiniger und arbeitet dabei mit Normal- bzw. Wechselstrom, wobei der Verbrauch vergleichsweise niedrig ausfällt. Der Stromfluss bewirkt eine Ionisierung; die Moleküle in der Luft werden dabei negativ aufgeladen.

Diese produzierten Negativ-Ionen lagern sich im Luftreiniger an. Ein sehr effektiver Vorgang, der extrem kleine Teilchen erfasst und dadurch ebenfalls Gerüche bindet. Zudem entfällt bei dieser Methode der Filterwechsel, sie werden schlichtweg nicht benötigt.

Besonders Allergiker profitieren von einem Ionisator, weil die Staubpartikel durch die negative Aufladung schwerer werden und auf den Boden sinken. Dennoch ist diese Technik wie erwähnt umstritten. Befürworter und Kritiker des Ansatzes nennen zu Verteidigung ihres Standpunktes verschiedene Inhalte.

Folgende Vorteile sind bekannt:

  1. Ionisatoren können Beschwerden des Sick-Building-Syndroms verbessern
  2. Einfache Wartung, da keine Filter benötigt werden
  3. Ionen in der Raumluft können das Wohlbefinden verbessern
  4. Starke Reinigungsleistung, auch bei Kleinstpartikeln
  5. Ionisierte Luft soll besser von der Lunge aufgenommen werden können ( =optimierte O2-Versorgung)

Bekannte Nachteile:

  • Einige Modelle produzieren das umstrittene Ozon. Der sogenannte Aktivsauerstoff baut volatile organische Verbindungen (VoC) ab und kann daher Gerüche sehr zügig beseitigen. Gleichzeitig steigt aber die O3-Konzentration im Anwendungsgebiet
  • Rauchgeruch wird zwar erfolgreich bekämpft, die schädlichen Raumpartikel werden allerdings nicht vollständig gebunden

FAQ – Fragen zur Luftsäuberung

Viele Fragen treten in Zusammenhang mit Luftreinigern immer wieder auf. Sie werden an dieser Stelle genannt und kurz diskutiert:

» Wann machen Luftreiniger Sinn, was können sie leisten?

Luftreiniger dienen dem Zweck, eine nachteilige und für die Betroffenen spürbare Schadstoffbelastung der Luft zu reduzieren. Dabei treten durchaus unterschiedliche Anforderungen und Situationen auf: Problemen mit Grobstaub, Feinstaub, Pollen, Schimmelsporen, Ruß, umherfliegenden Tierhaaren, Rauchpartikeln, Kot der Milben sowie Bakterien kann mit hochwertigen Luftwäschern
bzw. -reinigern gut begegnet werden.

Spezielle Aktivkohle hilft bei einigen Typen auch gegen Gerüche und mindert die Penetranz von Tabakgeruch, Benzol, Desinfektionsmitteln, Lösungsmitteln, diversen Haushaltsgerüchen, Körpergeruch und Körperausdünstungen und Kosmetika

Trotz der Besserung der Luft sollte die Ursache nicht außer Acht gelassen werden: So sollte man beispielsweise der Quelle möglicher Schimmelsporen immer auf den Grund gehen. Intervention und Ursachenforschung dürfen sich nicht ausschließen.

» Ersetzen die Geräte Staubsauger?

Nein. Die Geräte können zwar Schwebstoffe aufnehmen, aber die Bodenreinigung ist ein komplett anderer und vor allem eigenständiger Prozess, der nicht ersetzt werden kann.

Staubsauger im Einsatz

Luftwäscher ersetzen keinen Staubsauger, dessen Saugkraft wird benötigt, wenn Staub und Schmutz am Boden „klebt“

» Bestes Mittel zum Saubermachen?

Viele Meschen mögen den Geruch von Essigreinigern nicht, da dieser lange in der Luft „hängen“ kann. Als Alternativen bieten sich schonende (!) Zitrusreiniger oder deionisiertes bzw. destilliertes Wasser an.

» Was oder wem nutzt ein Luftreiniger?

Natürlich sind zunächst Allergiker, kranke Menschen oder Individuen mit hoher Sensibilität in Hinblick auf die Luftqualität zu nennen. Da viele Luftwäscher auch die Feuchtigkeit regulieren, profitieren zudem alle Menschen an stickigen Arbeitsplätzen. Bessere Luft schont nicht nur die Gesundheit, durch die gesteigerte Qualität (weniger Schmutzpartikel und weniger Allergene) fällt das Arbeiten insgesamt leichter. Ein Argument für den Einsatz im Büro oder alternativ im heimischen Tätigkeitsraum.

» Wann arbeiten die Modelle am besten?

Am besten verrechten Luftreiniger und Luftwäscher in geschlossenen Räumen ihren Dienst. Weniger optimal sind offene oder verwinkelte Gegebenheiten. In ihnen funktioniert die Luftzirkulation nicht so gut, dadurch sinkt die Effektivität und die Effizienz beim Säuberungsprozess der Atemluft.

Fazit: Luftreiniger & Luftwäscher verbessern die Büroluft anteilig

Mehr Leistung und Wohlbefinden durch frische Luft im Büro, das ist ein klares Ziel. Gesündere Luft zu Hause ebenso. Ob das klappt, hängt natürlich nicht nur von den technischen Gegebenheiten ab. Bessere Luft lässt sich durch regelmäßiges und richtiges Lüften, Sonnenschutz oder Pflanzen im Büro bzw. am Arbeitsplatz erreichen. Reichen diese Maßnahmen nicht oder geht es zudem um gesundheitliche Aspekte wie Luftfilterung, dann helfen hochwertige Luftreiniger anteilig dabei, die Bedingungen zu verbessern. Klar definierte Anforderungen helfen beim Findungsprozess dabei, das bestmögliche Angebot auszuwählen und das Arbeitsumfeld somit zu verbessern.