Luftentfeuchter sorgen für ein gesundes Raumklima, ihr Einsatz ist dann sinnvoll, wenn die Feuchtigkeitsbelastung oft über 70% liegt und somit eine Belastung und ein absehbares Risiko darstellt.

Ein Problem, das in Europa mit seinen unterschiedlichen Jahreszeiten und zunehmend schwülen Sommern an Bedeutung gewonnen hat. Neben dem Sommer sind vor allem im Herbst Probleme weit verbreitet, und zwar dann, wenn die Lufttemperatur sinkt und hohe Luftfeuchtigkeit sich an den Wänden niederschlägt.

Mögliche Wirkungen eines zu hohen Feuchtigkeitsanteils in der Luft zeigen sich auf individueller und baulicher Ebene:

Wirkung auf den MenschenRäumliche Folgen
UnwohlseinUnterschwelliger
Muffgeruch
Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme,
Unzufriedenheit
Wahrnehmbarer Modergeruch,
feuchte Wände
Verringerung der Leistungsfähigkeit, FehltageSchimmelbildung
Anfälligkeit für KrankheitenRaumsperrung
aufgrund zu
hoher Schimmelbelastung

Zu bedenken ist, dass vorhandener Schimmelbefall mittelfristig auf die Menschen zurückwirkt und den Feuchtigkeitsschaden folglich potenziert: Die in befallenen Räumen arbeitenden Menschen werden mit den Schimmelsporen belastet und, je nach Schimmeltyp, deutlich gefährdet, z.B. durch allergische Reaktionen oder Atemwegsinfektionen.

Hoher Luftfeuchtigkeit mit Luftentfeuchtern begegnen

Prävention ist meist günstiger als Intervention: Luftentfeuchter nutzen physikalische Verfahren, um der Luft ihre Nässe zu entziehen, diese in entleerbaren Wasserbehältern zu sammeln und anschließend entsorgen zu lassen.

Die Geräte zur Regulation der Luftfeuchtigkeit lassen sich in Hinblick auf Leistung, Kosten, Extrafunktionen, Raumeignung (Größe des Raums), Geräuschentwicklung und Fassungsvermögen des Wasserbehälters unterscheiden.

Wirkungsvolle Raumentfeuchter für Zimmer, Arbeitszimmer und Büros sind bereits im Segment von 100-200€ zu erhalten, Hallen und große Räume benötigen hingegen teurere Geräte.

Der folgende Vergleich listet bewährte Luftentfeuchter und stellt ihre Stärken und Kennwerte gegenüber.

Vergleich: Luftentfeuchter

Trotec
Luftentfeuchter
TTK 50 E
Duracraft
Luftentfeuchter DD-TEC10NE2
Comfee
Luftentfeuchter / Bautrockner



Details und Bestellmöglichkeit
Details und Bestellmöglichkeit
Details und Bestellmöglichkeit
16 Liter pro TagKeine Literangabe16 Liter pro Tag
keine räumliche AngabeGeeignet für: 15-50 m²Geeignet für: 30-80 m²
Geräuschpegel: 44 db (A)Geräuschpegel 45 db (A)Geräuschpegel 46 db (A)
Arbeitsbereich: Temperatur: 5°-32°C
Feuchtigkeit: 40 bis 100%

Arbeitsbereich:
Temperatur: 5°-35°C
Feuchtigkeit: 40 bis 80%
Arbeitsbereich:
keine Limitierung
angegeben
Wasserbehälter: 3,5 LiterWasserbehälter: 3 LiterWasserbehälter: k.A.
Features

Integrierter Hygrostat

Warnleuchte: Zeigt an, wenn Wasserbehälter voll ist

Automatischer Überlaufschutz: Schaltet sich ab, wenn Wasserbehälter gefüllt

Top Kundenbewertungen
Features

Elektronisches Bedienfeld

Zeitschaltuhr

Waschbare Filter
Features

Frost- und Überlaufschutz

Dauer- und Automatikbetrieb

Anzeige der relativen Luftfeuchtigkeit

Warnsignal bei vollem Wassertank

Auto-Restart-Funktion

3 Jahre Garantie

Es ist sinnvoll, vor dem Kauf einen genauen Blick in den Raum, in welchem die Luftfeuchtigkeit reduziert werden soll, zu werfen. Wie groß ist er, ist genug Platz für einen Luftentfeuchter vorhanden, gibt es Alternativen?

Vorteile eines Luftentfeuchters: Prävention und Intervention

  1. Kontinuierliche und vor allem eine einstellbare Raumfeuchtigkeit wird gewährleistet
  2. Meist einfaches Handling
  3. Einmalige Anschaffung
  4. Relative Unabhängigkeit im Büro/Arbeitsraum gegenüber extremen Wetterlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit
  5. Planungssicherheit: Luftentfeuchter sorgen für eine Umgebung, die langfristig gute Arbeitsleistungen ermöglicht
  6. Verringerung der Belastung des Herz-Kreislauf-Systems
  7. Schonung der Bausubstanz
  8. Allgemein: Prävention vor Feuchtigkeitsschäden
  9. Bei Schimmelbefall: Entzug der nährenden Raumfeuchtigkeit

Angebote finden: Luftentfeuchter nach Preis von günstig bis leistungsstark

Luftentfeuchter zwischen 50-100€*
Luftentfeuchter zwischen 100-200€*
Leistungsstarke Bautrockner*

Wie feucht ist normale Luft eigentlich?

Der Normalgrad an Feuchtigkeit, die von den meisten Menschen als angenehm empfunden wird, liegt bei etwa 50% – 65% in der Raumluft.

Ab einem Wert von ca. 70% steigt die individuelle Belastung deutlich an und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sinkt in diesem Zuge ab.

Die zu atmende Luft fühlt sich schwer an, die Feuchtigkeitsregulation des Körpers über das Schwitzen arbeitet weniger effektiv, sprich: Man ist schlapp, reizbar und oft müde.

Dazu treten die beschriebenen Risiken auf räumlicher Ebene, hier ist meist ein Interaktionseffekt zu beobachten:

Schimmel entsteht durch ein zu feuchtes Raumklima sowie durch mangelnde Luftzirkulation. In einer solchen Konstellation zeigen sich sogenannte Kältebrücken wie Fenstersimsen, Raumecken und Außenwände als besonders anfällig. An derartigen Stellen treten die nicht nur hässlichen, sondern gefährdenden schwarzen Schimmelpilze häufig auf.

Schimmel entfernen

Ein effizienter Entfeuchter kann die Feuchtigkeit des Raumklimas in Normalfall auf bis zu 35% reduzieren und entzieht dem Schimmel dadurch die Basis. Dieser niedrige Wert ist aber nur bei akutem Schimmelbefall als Interventionseinstellung sinnvoll.

Schimmel, sofern vorhanden, muss dann anschließend mit Spezialreinigern entfernt werden. Hat sich der Pilz allerdings unter dem Boden festgesetzt, dann sind, wie bei starkem Schimmelbefall allgemein, Experten gefragt – soweit sollte es eigentlich nicht kommen.

50% Luftfeuchtigkeit im Raum ein guter Wert

Ist der Raum wieder gut „in Schuss“, dann sollte sich der Feuchtigkeitsanteil allgemein bei risikolosen 50-55% Luftfeuchtigkeit einpendeln, der gewünschte Wert lässt sich bei fast allen Raumentfeuchtern via Display einstellen und leicht steuern.

Für die menschlichen Schleimhäute, die Atemwege, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit wird ein Wert von ca. 50% als optimal erachtet.

Was ist bei Raumentfeuchtern zu beachten?

Das europäische Klima zeigt sich bekannterweise sehr unterschiedlich: Das betrifft nicht nur die extrem schwankenden Temperaturen, sondern auch die deutlich variierende Feuchtigkeitsbelastung durch die Luft – je nach Jahreszeit.

  • Zu feuchte Luft ist ein Problem, das meist im Sommer und im Herbst bei sinkenden Temperaturen und nasser Luft auftritt. Der Winter wirkt sich eher gegenteilig aus, hier kämpfen Büros und Arbeitsräume vielmehr mit den Folgen zu trockener Luft – die Luftentfeuchtung wäre in diesem Zeitraum nicht nur unsinnig, sondern sogar kontraproduktiv.
  • Ein Luftentfeuchter sollte daher nur nach Bedarf eingesetzt werden, auch um Strom zu sparen. Steht das Modell im Büro oder Arbeitsraum, dann ist natürlich ein leises Produkt sinnvoll, sonst belastet anstelle der hohen Luftfeuchtigkeit ein störender Lärmpegel die Menschen.
  • Auch Raumentfeuchter müssen gewartet werden: Sinnvoll ist es, einen Mitarbeiter zu benennen, der sich um den Entfeuchter kümmert. Dazu zählt die Reinigung, die Entscheidung, wann dieser eingesetzt werden soll und das Ausleeren des Wassertanks mit der aufgenommenen Nässe.
  • Ein Gerät zur Reduktion der Luftfeuchtigkeit ist keine Ausrede, nicht zu lüften. Deshalb: Bitte mehrmals am Tag 4-5 Minuten die Fenster weit aufmachen und Stoßlüften, das hat sich als effiziente Methode zum nötigen Luftaustausch herauskristallisiert. Das gilt besonders für neue, gut isolierte Bauten, die – paradoxerweise – eben wegen ihrer baulichen Standards auf das bewusste Lüften angewiesen sind, weil der latente Luftaustausch durch Lücken und Ritzen entfällt.
  • Die Raumtemperatur sollte grundsätzlich bei über 15 °C liegt, denn die Wärme drückt die Feuchtigkeit nicht nur nach draußen, eine zu kühle Temperatur sorgt dafür, dass sich bereits akzeptable Feuchtigkeit in der Luft schnell an Risikostellen, den Kältebrücken, niederschlägt

Luftentfeuchter sinnvoll nutzen

Fazit: Ein Raumentfeuchter stellt eine einmalige Anschaffung dar, welche bewirkt, dass die Luftfeuchtigkeit in einem gesunden, schonenden und angenehmen Bereich gehalten wird. Davon profitiert die Gesundheit ebenso, wie die Bausubstanz. Je nach nach Raumgröße, Wetterlage, Feuchtigkeitsbelastung und individuellen Ansprüchen sind unterschiedlich leistungsstarke Geräte sinnvoll, der obige Vergleich bietet ein ersten Orientierungspunkt.